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Archive für Dezember 2008

Achsenmächte…noch mehr Winkelzüge

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„…Was ist schon dran, an so einer Flinte?
2 Rohre , nicht mal gezogen ,ein bisserl Holz und fertig…
Treffen damit?”

Na klar ,einfach drauf und BUM…is eh Schrot, dös trifft immer.“
Sollten Sie diesen Stand des Waffentechnischen Genies erreicht haben, sind die nachfolgenden Zeilen natürlich überflüssig und Sie sollten schnellsten an die Konstruktion einer Weltraumrakete denken.

Wenn das Licht des allwissenden Geistes Sie aber noch nicht erhellte und Sie, so wie wir alle, noch die kleinen Synapsen zündeln lassen müssen, dann fragen Sie sich wahrscheinlich auch ,wie so eine Flinte „tickt“.

Es ist so eine ganz „verwinkelte Sache“ mit der Flinte.
Sie besteht, um damit ein bewegliches Ziel zu treffen, aus einer Reihe ausgeklügelter Achsen.
Alle zusammen bewirken, dass man scheinbar spielerisch die Waffe heben kann, sie schwingt und das Ziel getroffen wird.

Sieht man sich eine BDF mal von der Seite und ein bischen Distanz an, fallen die Linien auf, welche die Form der Waffe beherrschen.
Egal ob die Waffe besonders eleganter Italienscher Provinienz ist, oder aus der rustikalen Taiga stammt… Linien ,Achsen und wenige Kurven.

Arbeiten alle Linien zusammen ?
JA !
Sind alle Linien/Achsen bei allen Flinten gleich?
NEIN ! Sonst wär’s zu einfach . ;)

Was bestimmt die Achsen der Flinte?
Erst die Physik dann:
… die Zielsetzung der Waffe ! Jagd- und Sportart,Körperbau des Schützen,aber auch Anschlagarten, Schußentfernungen, Munition und auch ein klein wenig Geschmack.

Nur ein kleine Prise Ästhetik ?
Ja, denn Waffenbauer sind eben an die Physik gebunden.
Das, was wir landläufig als elegante Linienführung bezeichnen, ist unser subjektiver, optischer Eindruck.
Seit vielen Generationen, ist es die Kunst der wahren Flintenbauer, eben diesen Eindruck zu erwecken und von den „schiefen“ Läufen und Schienen abzulenken.
Was es ihnen leichter macht, ist der Effekt der Perspektive, der auch unterstrichen wird durch die Tatsache, dass sich jede Flinte nach vorne verjüngt.
Genau wie die Säulenform in der Akropolis.

Sehen wir uns die wichtigsten Achsen näher an.

Zunächst die Suche nach der Grundlinie.
Als diese mag man die Laufachse bezeichnen
Da es aber eben auch zwei Laufachsen geben kann , halten wir uns an die Linie, aus der wir die meisten anderen Maße herleiten können:

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Die Schienenachse.
Die Linie,welche sich aus der Oberseite der Schiene ergibt, ist bekanntermaßen für die Schaftdaten notwendig.
Sie hat aber noch eine andere, grundlegende Aufgabe.

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Nach hinten über die Basküle und den Schaft verlängert, kann man aus ihr die Senkung an Schaftnase und Schaftkappe/Ende ermessen.
Die Senkung ist die Absenkung des Schaftes zur Schienenachse.
Diese Senkung ist bei der Produktion/der Herstellung der Waffe ein wichtiger Maßpunkt .
Mit der Erfahrung aus tausenden von Schäften und repräsentativen Maßen aus aller Welt, wird hierbei auch der Schaft auf den „universellen Musterschütze Europa“ oder den „Durchschnitzschützen USA“ hergestellt.
Viele Hersteller verlassen sich auf einige wenige Referenzdaten,welche sich nachden jeweilig geltenden Durchschittsgrößen der
Europäer,Amerikaner oder Asiaten richten.
Einige wenige fertigen für mehr als einen „Musterschützen“ und haben verschiedene Varianten im Angebot.

Aus dieser Absenkung ergibt sich eine Punkt auf dem Schaft, an dem unsere Wange platziert wird.
Erhöht über diesem Punkt (nennen wir ihn hier einfach „aktiver Senkungsbereich“ und “aktive Senkung”) und deutlich über der Schienenachse, ist auch unser Führungs-Auge positioniert.

Das Führauge blickt damit über der Schienenachse, und das Korn, auf das Ziel.
Somit haben wir eine neue Linie :
Dies ist die eigentliche Visierlinie!
Sie ist eine reine optische Achse, die sich ausschließlich mit dem Schützen vermessen lässt, da sie auch auf der Physiognomie und seiner Anschlagsart basiert.

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Die Senkung/en werden von der Schaftform beeinflusst.
Wie stark, zeigt dieses Bild :

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Zwei gleich lange Schäfte, für die gleiche Waffe.
Der eine Schaft, ein europäischer Jagdschaft, der vordere ein US Schaft zum Parcourschießen.
Bleibt der US Schaft zur Schienenachse parallel , fällt der europäische Schaft nach hinten ab.
Man sollte dabei verweisen, dass Parcours in den USA u.a. im Voranschlag geschossen wird und teilweise auch ein anderes Zielbild (weniger Schiene sehen) gelehrt wird.
Unabhängig davon welcher Schaft „besser“ ist (darauf wird in einem anderen Blog eingegangen),erkennen wir auch, das die Position der „aktiven Senkung“ unterschiedlich sein kann.

Die Länge des Schaftes ist ebenso wichtig .
Verlängert oder verkürzt sich der Schaft, würde damit auch die aktive Senkungsposition verändert, das Auge würde ausserhalb der idealen Visierlinie stehen.
Die Kopfposition müsste nachjustiert werden,wenn die Schaftlänge zwar dem Schützen entspricht ,er aber sein Auge nicht ohne Mühe in die ideale Visierlinie bringen kann.
Macht ein verstellbarer Schaftrücken da Sinn?
JA ,denn genau dafür ist er gedacht.
(auch das ein zukünftiges Flintenblogthema)

Die Senkungen zu verändern,was immer wieder (manchmal vorschnell*) empfohlen wird,heißt, den Schaft an die Anschlagsweise des Schützen anzupassen. Damit einen spezifischen “Hochschuß” oder “Tiefschuß” kreieren zu wollen,ist möglich,aber nicht unumstritten, da hier nur eine subjektive Veränderung stattfände.
*vorschnell dann :wenn abtrainierbare Anschlagsfehler mit einer Veränderung der Senkung ausgeglichen werden sollen.

Also wissen wir nun, welche Linen dazu da sind, dass WIR mit der Waffe die Zielverfolgung durchführen und den Treffervorgang überhaupt visualisieren können.

Aber warum trifft das Gewehr selbst sein Ziel.

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Die Zwei Läufe sind u.a. mittels ihrer Mittelschiene so zueinander geordnet, dass sich ihre Laufachsen auf eine bestimmte vorgegebenen Entfernung überschneiden.

Dies ist notwendig, damit zwei Läufe ein Ziel gleich beschießen können.

Wie weit und wie nah sich die Läufe am Lager sind und an der Mündung kommen, ist natürlich von Hersteller, Waffe, Kaliber und Bauweise abhängig.
Die Zahlen im Bild sind keine Normzahlen, sondern nur Beispiele ,welche die Verjüngung demonstrieren sollen.

Erreicht werden sollen Treffer (überschneidende Deckungen) beider Läufe, auf einem Punkt.

Dieser „Point of Impact“, muss nun aber mit der Visierline des Schützen korrespondieren.

Kann man über die Senkung die Position des Zielauges variieren, kann man mit dieser Veränderung auch die Trefferlage “subjektiv” ( nach Wünschen und Notwendigkeiten des Schützen) eingeschränkt verändern.

Eine “objektive” Trefferlage , also die Lage des „ point of impact“ ist aber nur durch das/den Verhältnis/Winkel von Schieneachse zur Laufachse, erreichbar.
Erst mit der Berücksichtigung dieser Trefferlage (> des Laufbündels) ist die optimale Ausnutzung der Flinte in ihrer Gesamtheit möglich!

Der „point of impact“ ergibt sich aus der Verlängerung der Schienenachse in den Zielbereich.
Er wird in % angegeben .
z.B 60 : 40 heißt, dass 60 % der Garbe überhalb der Schienenachse platziert werden.
Diese Angaben sind nicht mit den % Zahlen zu verwechseln,welche die Verteilung der Schrote (z.B. auf einer 16teilerAnschuß- Scheibe) beschreiben !

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Jede Verwendungsart einer Flinte hat spezifische Vorgaben die sich z.B aus der Entfernung des zu beschießenden Zieles ergeben.

Eine Jagdflinte, wie eine Parcoursflinte wird auf viele unterschiedliche Ziele verwandt.
Ein „eingebauter Hochschuß“ wäre in vielen Fällen fatal.
Deswegen setzen viele Hersteller auf eine neutrale Ausrichtung ihrer Waffen,die von Jägern und Schützen als Universalflinten gekauft werde.

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Ein american Trapschütze schießt auf weite Distanz, mit kurzen präzisen Bewegungen.
Mit einem „point of impact“, der weit über dem einer Jagdflinte liegt, kann er seine Tauben auch noch in den Handicap-positionen treffen.

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Deswegen werden in einigen Sportarten hohe Schienen benutzt , die teilweise sogar verstellbar sind und je nach Handikap(Entfernung) den „point of impact“ zum Anschlag egalisieren.

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Diese hohen Schiene ,die erhöhte Trefferfläche, finden auch bei Trap- und Doppeltrapschützen immer mehr Freunde , obwohl der „point of impact“ nicht so radikal erhöht ist, wie beim american Trap (bis zu 120%+).

Winkel , Achsen, Linien… und kein Wort über alte Weisheiten wie :
„Der Lauf schießt und der Schaft trifft!“
oder
„Nachts is kälter als draußen!“
oder
„ wenn man drauf is ,is man drauf “

Vielleicht ist Flintenschießen nicht so einfach, wie es sich die Hüter alter dampfgeplauderter Weisheitsplagiata wünschen…
Und vielleicht ist Flintenschießen nicht ganz so kompliziert, wie sich einige kommerzielle Nebelwerfer es gerne erscheinen lassen wollen…

Vielleicht ist Flintenschießen einfach eine Tätigkeit, die Ernsthaftigkeit erfordert…

Bunduki


PS:

Aber jaa! Da fehlt natürlich noch was…
…. Schränkung und Pitch,Winkel und Längen der Übergangskonen,Innengeometrie der Läufe,Lager und Chokes…
und Sonderfälle mit Krüppelschäften,optischen Visierungen usw,usw…
Holzdichte und Gewichtung,internen Schwingungstransport im Holz und die ganz normalen Schwingungen des Laufes….und der Schiene und der Zwischenschiene…und Doppelflinten, Drillinge und Einlaufflinten, sphärische und asphärische Kurven im Chokebereich…Hitzeableitungen,und Kräfte und Achsen, das es eine wahre Freude ist…

Wer hat gesagt, dass Flinten einfache Apparate sind?

to be continued…. ;)

To all the friends,so far away

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To all our friends,amigos,amici e amics…keep Your barrels up and remember Old Father O’Flaherty’s last words:

Sláinte!

Should auld acquaintance be forgot
And never brought to min’?
Should auld acquaintance be forgot
And days of auld lang syne?

For auld lang syne, my dear
For auld lang syne
We’ll tak a cup o’kindness yet
For auld lang syne

And there’s a hand, my trusty feire
And gie’s a hand o’ thine
And we’ll tak a right gude-willie waught
For auld lang syne.

Alex
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Querdenker…die anderen Flintenbauer

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„Eine Große Auswahl an Flinten erwartet Sie!“

Schon mal gelesen? Und …?
Jaaa. Schon,aber eigentlich…?!

Die leicht verunsicherte Antwort ist verständlich.
Zwar quellen Auktionsplattformen über vor Flinten,doch was erwartet den willigen Konsumenten?
Alter Strunks,viel Schrott- und wenig Schrotflinten.Selten Qualität, meist nur Räumungsverkauf der überalterten Bestände von privat und Gewerbe.

Der Neuwaffenmarkt ist aber auch nicht bunter.
Einige große Hersteller liefern lieber primär ins Ausland ,bevor man den deutschen Verbraucher bedient,denn für die Stückzahlen tun’s Ankündigungen und bunte Broschüren.
Einige wärmen die immer gleichen Flinten - Brötchen mit neuer Fischhaut und einem prefix an der Modellnummer auf.
Andere protzen mit Innovationen, die nicht von Genius eines Konstrukteurs kunden,sondern allerhöchstens von der umfangreichen Flintenbibliothek eines externen Beraters.

Ist das alles schlimm?
Nein. Ganz und gar nicht. Denn wir sind bescheiden! Wir brauchen nichts wirklich neues, oder anderes.
Unsere Stände sind einfallslos mit leistungsreduzierten Winkespielchen des DJV oder den Olympischen Ambitionen des DSB versehen,wenn schon nicht ausgelastet.

Parcours findet im kleinen Zirkel statt.
ZZ ist unbekannt und so auch viele andere Spielarten, die das Leben und das Schießen in anderen Ländern so bunt machen.

Dafür neue Flinten? Aber nööö…
Solange eine 71er BDF mit Backe und Riemenbügel,Voll und Halbgechoked als Standardjagdwaffe jedem Jungjjäger ans Herz und die Brieftasche gelegt wird…
Solange Seratonin-ausschüttungen jenseits der „drei RitterSport-Tafel-Level“, den Flintenbetrachter glücklich machen ,weil sein Auge auf dem tiefgestochenen ,röhrenden Esel des ehemals volkseigenen Graveurduos M. Eder und Pumuckel ruht…
Solange große Teile der schießenden Gemeinde immer noch nicht an „Wechselchokes glauben“ wollen,weil: „Streupatronen tuns auch!“…
Solange wird’s auch bei uns keine wirkliche andersartigen, neuartigen Flinten geben.

Hat auch seine Vorteile.
Entwicklungsabteilungen können Personal einsparen ,oder sich ausgiebig der Lektüre ausländischer Flintenbücher ergeben.

Daraus dann kurz die Reanimation einer Erfindungsmumie der Jahrhuntertwende duchzuführen,beansprucht wenig Gehirnschmalz und nur wenig Mühe am Rechner.
Auf den Hochglanzbroschüren der Marketingabteilungen glänzen diese Synapsenzündungen genialer Recherchenkunst, dann als Innovation des dritten Jahrtausends.

Mal ganz ehrlich…
Glauben Sie wirklich, dass alles, was uns heute angeboten wird, neuen Ideen entspringt?

Niedrige Baskülen
Lineare Schlagbolzenanordnung
Schäfte ohne Verschraubungstollen
Überbohrte Läufe
Verstellbare Schienen
Lange Überganskonen
Gewichtsverteilung per Einlagen und Verschraubungen
Rückstoßdämfung im Schaft und am Lauf
Lauf-Porting
Schnelle Zündverzugszeiten
Langlebige Schlagbolzen
Unzerbrechliche Federn
Verstellbare Schäfte
anatomisch verbesserte Schaftformen
nachstellbare Verschlüsse
selbstregulierende Gassysteme
fein regulierbare UND schussfeste Abzüge
rostfreie Materialien
Kunstoffschäfte
Baukastensysteme

Alles ,und noch viel mehr,… schon dagewesen! Schlag nach bei Greener…;)
Das man vieles heute wiederbelebt, ist gut.
Schade, dass unsere Sportszene zu einfallsloß ist, diese ganzen nützlichen Sachen auch wirklich in den Alltag aktiv einfließen zu lassen.

Mein lieber Freund „Zonkmaster“ (heißt natürlich nicht wirklich so),Flintenfreund und Sammler in den Weiten des flachen Landes, beklagt mit viel Verve das Überangebot an „Vielfruchtmarmelade“ im Waffenmarkt.
Soll heißen: Alle Geschmacksarten zusammengemanscht, anstatt ein Aroma hochwertigst zu pflegen und dem Gourmet zu präsentieren.
Sicher hat er da, zumindest teilweise, Recht.

Liest und hört man doch immer wieder von Leuten, die Trap,Skeet,Parcours und Jagd mit einer Flinte erledigen wollen.
Resultat ist nicht die eierlegende Wollmilchsau, sondern ein Flinten-Bastard ,zu allem bereit, zu weit weniger in der Lage.

Hier nun, will ich einige Flintenkonzepte vorstellen, die hochspezialisiert sind.
Sie werden in DE wenig Anwendung finden ,sind aber für jeden Flintenfreak interessant.

Auch von den Kosten her, stehen sie den edelstem an italienischem Flintenbau nicht nach.
Eigen sind ihnen ihre aufwendige Verarbeitung und die Verwendung von Ideen,die vielfach auf Männer wie W.W.Greener zurück gehen.

Ein großes Betätigungsfeld erschließt sich diesem Waffenbauern im American Trap.
Reglement und Aufgabenstellung verlangen nach ausgesprochen spezialisierten Waffen,um in der vorderen Front dieses amerikanischen Massensports mitzumischen.

Charakteristisch für alle Waffen sind extrem lange Läufe.
Versehen mit hochwertigen Wechselchokes oder auf die Patronenvorlage abgestimmten, sehr langen Festchokes, gehören auch besonders berechnete Übergangskonen zum Standart.
Das Überbohren des Laufes ist seit vielen Jahrzehnten selbstverständlich,da sich die verbesserte UND kontrollierte Deckung auf den extrem weiten Schußdistanzen des Am Trap bewiesen hat.

Die Trefferlage ,der „Point of impact“ wird mittels der überhöhten Schien erreicht,die größtenteils auch noch verstellbar sind.
Trefferlagen von 80:20,90:10 oder 100+ sind keine Seltenheit.

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Das bei uns grassierende Unverständnis für solche Schienen, resultiert aus dem halbwissenden Nachgeplapper von eingebautem Hochschuß,aufrechter Kopfhaltung und dem Glauben,dass mit einer Raspel am Schaft segensreiches für die Trefferlage erreicht werden kann. (in einem der nächsten Flintenblogs werden wir auf diese Thematik eingehen).

Der alte ,dröge Spruch: „der Lauf schießt ,der Schaft trifft“ ist scheinbar bei den AmTrap Schützen unbekannt.
Die wissen, wohin ihr Lauf trifft und bestellen ihn auch so.
Ansonsten pfeifen sie auf Regenpfeifer (Insiderwitz für J.) ;)

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Der Schaft dient ihnen,wie uns, zur Positionierung des Zielauges.
Allerdings hat sich bei diesen Waffen der Verstellschaft durchgesetzt.
Verstellt werden und an den Voranschlag des Schützen angepasst,kann jeder Winkel des Schaftes.

Darüber wird der Schaft, mit seiner Masse, auch als Absorber der Rückstoßes genutzt und bei einigen Waffen ohne Verschraubungsstollen gefertigt. Die Befestigung erfolgt auf dem „kurzen Weg“.
Auch ein sehr rühriger und endlich wieder innovationsfreudiger Flintenhersteller ,hat diese Vorteile erkannt und fertigt seine neue Jagdwaffe mit einer derartig zielführenden Befestigung.

Zwischen Lauf und Schaft sind ungewöhnliche Baskülen zu sehen.
Weg vom klassischen Keilverschluß mit obenliegenden Hebel,setzte sich eine gänzlich (für uns ungewöhnliche ) Optik durch.
Funktional und schlicht,ausgreifend und professionell gestaltet: Form follows function

Diese Baskülen bieten auch ungewöhnlichen Abzugsgruppen Platz.
Kein Hammer setzt Energie um, sondern linear geführte Titan Schlagbolzen treffen gradlinig und irrwitzig schnell auf die Zündhütchen.

Um das ganze noch zu beschleunigen, setzt man auf Wunsch auch sogenannte „Release-trigger“ ein.
Eine sehr unkonventionelle,umstrittene Art des Abzuges, der erst auf Loslassen die Zündung auslöst.

Gut, daß es diese Dinger nicht bei uns gibt…Unfälle wären bei unserem Übungsstandart
an der Tagesordnung. ;)

Hier die Creme de la Creme der american Trap-Flintenbauer
Ljutic

de vault Infinity

Bob Schultz

Silver Seitz

Bruce Bowen

Das auch andere Hersteller für american Trap eher konventionelle Waffen an den Sport anpassen, zeigen, neben den drei bekannten und woanders ausreichend verlinkten drei B’s, auch:
Ruger
leider nur mehr Erinnerung und Sammlerstück

Krieghoff
ein bewährter Klassiker in europäischer Bauweise der in den USA zurecht dafür Kultstatus besitzt.

Doch auch für Jagdwaffen gibt es Innovationen und extreme Querdenker.
Einer von Ihnen ist der deutschstämmige Georg Hoenig aus Boisie,Idaho.
Bekannt für seine Tuningarbeiten an Repetierbüchsen, ist er legendär geworden durch seine BDF , seine Bockbüchsen und seine grazilen Vierlinge.

Die schottischen Meisterbauer waren immer stolz auf ihre „Round Action“ Waffen, wobei sich hier das Wort „round“ auf die Unterseite der Basküle bezog.
G.Hoenig war konsequent und baute rund ,was er rund nannte.
Vierling
Flinten

Leider gibt es nur sehr wenige Bilder seiner Waffen im Netz, sodass die links nur einen viel zu geringen Eindruck seines Genies vermitteln.

Abseits des großen Teiches, gleichwohl für das dort ansässige Klientel, wurde auch in Europa Genie und geradzu klassischer Formenverstand bewiesen.
Cosmi… die “schießende Nähmaschine ” wird sie von einigen despektierlich genannt.
Andere nennen dieses Kunstwerk aus Edelstahl, eine der gelungensten,weil harmonischten Flinten der Welt.
Cosmi
eine führwar traurige Webseite,die der Waffe nicht gerecht wird.

Ihre Tage scheinen gezählt zu sein,bieten doch soviel Hersteller heute großartige und extrem zuverlässige SLFs an ,die viel einfacher geladen und gehandhabt werden können…und darüber hinaus auch bezahlbar sind.
Unerreicht bleibt ihre Führigkeit und das Gefühl, eine wahrlich meisterhafte Waffe auf der Jagd zu benutzen.
Eben einer der “italienischen Momente” im Leben.

Selbstladeflinten bieten Erfindern viel Betätigungsfeld.
Denkt man konsequent quer, stößt man zwangsläufig darauf , die Rückstoßminderung des Nachladeprozesses zu nutzen und daraus eine Sportwaffe zu konstruieren, die höchste Schussserien ermüdungfrei zulässt.

Auch hier war das american Trap mit seinen hohen Vorlagen wegweisend.
So konstruierte Browning seine „recoilless Flinte“ für diese Disziplin.
Nicht schön, heute aber sehr selten, … munitionsabhängig und dennoch genial.

Manual

Jahrzehnte später wagte die mutige Firma Beretta den gleichen Schritt, wie einst Browning, zu gehen.
Die Beretta UGB 25 xcel

Wie man munkeln hört, immer noch mit Liefer- und anderen Problemen belastet, scheint sie mir weit mehr zu sein , als ein Exot.

Zwei Tage hatte ich Gelegenheit, diese Waffe intensiv zu schießen.
Schießtechnisch begeisternd,… eine wahre Killermaschine auf dem Trap und american Trapstand.
Für das ZZ wünschte ich mir kürzere Läufe, im Parcours sehe ich keine Zukunft.
Zugegeben, hübsch ist im Flintenbau etwas anderes, vieles gewöhnungsbedürftig…doch wenn man sich damit vertraut gemacht hat….Ohhhh MAMA !!!!

Ungewöhnlich, optisch wie technisch, ist auch die m.E. recht gewagte Swingtrap von Wurfscheiben und Maschinebauer Laporte.
Swingtrap

Vom Design liegen die Franzosen ja oft etwas neben dem Mainstream, wie ihre Autos, Ihre Filme oder die Browning Cynergie bewiesen.
Dennoch sind Ideen wie Geräuschreduzierung und ein extrem weiches Schießverhalten, für die Anwenderzielgruppe der Eventschützen sicher interessant.

Die Anwendung der Hushpower liegt fernab der normalen Flintennutzung ,im Bereich der Schädlingsbekämpfung.
Aufgrund der Dimensionen und ihres Leistungspektrums, sind Schalldämpferwaffen
derzeit eine Randerscheinung .
Hushpower

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Abseits von gewagtem Design, aber mit dem Panache des wahren Genies, brilliert die Darne Flinte und macht jede Verunstaltung von Waffen durch französischer Konstrukteure wett.
Eine wahre Königin an Eleganz und Langlebigkeit
Die Darne

Dass Jagd mit der Flinte auch extreme Anforderungen an das Material stellt, erkannte ein nordischer Flintenbauer und baute konsequent aus stainless steel:
Die Flodman

…und das Jagd mit der Flinte auch gaaaanz anders aussehen kann, beweisen die hochwildtauglichen Repetierwaffen von Tar Hunt:
Tar Hunt

Wie man sieht…nicht alles „Vielfruchtmarmelade“ ,sondern viele kleine und große Erfindungen, ungewöhnliche und interessante Waffen.

Weit mehr als Auktionsplattformen, Versandkataloge und unsere magere deutsche Fach-Literatur und Presse
bieten.

Schade, denn so manches wäre auch in DE umzusetzen, wenn…
…ja, wenn der Blick mal über’n Tellerand fallen würde und Lust auf Abwechslung, nicht gleich als unseriös abgetan würde.

Bunduki

Fernweh…

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ROTHÜHNERJAGD in Spanien

y mas vida de la escopeta

Argentina amor de mi vida

mas palomitas

y mucho mas

parte 2

hot guns

estancia

palomas a gogo

…und hier schneits…brrrrrrrrr

Fröhliche Festtage

Waffenrechtsänderung Schweiz !

Hier die neue Schengen Gesetzeslage
Dies als Ergänzung der vorangegangenen Artikel

Schöne Feiertage…

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Ist schon merkwürdig…
Da wird von Besinnlichkeit salbadert, von Familienglück, von Frieden auf Erden und was erleben wir?

Konsumterror mit Wirtschaftskrise, hysterisiert von „Experten und Politikern“ …
Flucht in die karibische Sonne, um ja dem „happy X-mas „- Ami-Kitsch oder der deutschen „Oh Tannenbaum“- Idylle zu entkommen…
…Und Männer und Frauen unserer Bundeswehr müssen sich überall auf der Welt mit fanatischen Terroristen, Piraten und Rauschgifthändlern rumschlagen…

Aber jenseits dieses ganzjährigen Wahnsinns gibt’s noch was, das diese Tage zum Jahresende eigentlich bestimmen sollte:
Gelegenheit zur Reflektion dessen, was war und wer man ist und was man so treibt…
…zum Rekapitulieren eines Jahres, mit all den netten und den unangenehmen Menschen
…und Begebenheiten die wichtig waren,zum Heulen oder nur zum Kopfschütteln …
…und dem notwendigen Luftholen der Seele, bevor das Leben weiter gallopiert in Richtungen, die immer weniger von uns noch kontrollieren können.

Allen Lesern des Flintenblogs, all unseren Schülern und Geschäftsfreunden, sei diese Zeit der Erholung gewünscht .
Bei den Freunden will ich mich dafür bedanken, dass sie Freunde sind, weder mit Anregungen und ehrlicher Kritik, noch mit Humor sparten.
Den Schülern danke ich,weil ich von jedem noch was lernte!
Und bei den Geschäftsfreunden danke ich für Treue, Redlichkeit und Ehrlichkeit,..Tugenden, die sehr selten werden.

Allen sei gewünscht, ein wenig Zeit zu haben und ein ruhiges Plätzchen, um in dieser scheinbar durchgeknallten Welt ein wenig Ruhe für sich und seine Lieben zu finden.

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;) Ein Platzerl dafür gibts fast überall…

Schöne Feiertage, einen friedlichen und fröhlichen Jahreswechsel , den Jägern Waidmannsheil, den Schützen viele schöne Tauben und den anderen genügend Humor, damit noch was übrig bleibt, über sich selbst zu lachen… ;)

Alexander und Uschi

To be or not to be… nicht zaudern und zagen beim Choke !

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Kommt ein netter Mensch zum Schießen, will kurze Tauben üben und hat den Vollchoke im Lauf.

„Warum es sich schwer machen?“ frage ich
Darauf die viel gehörte Antwort : „Aber man hört doch immer: wenn man drauf ist, ist man drauf…?! “

OH Gott! Schon wieder klopft der Stammtisch an…
Dem Einfluß von zu vielen, zu lauten und zu wenig kompetenten Standnachbarn , kann man sich eben nur schwer entziehen und fängt an, auch diesen Blödsinn zu glauben.

Und seien wir ehrlich, wer hätte nicht schon mal leicht sediert eine solche Denksportaufgabe zum besten gegeben, wie weiland die kryptisch formulierende Gertrude Stein:
„ein Mann ist ein Mann ist ein Mann“ oder „ Es ist kein Dort ,dort „

Derartig Dadaeske Wortschöpfungen verdrehter Ganglien, korrespondieren prächtig mit der Frage aller Fragen:
Warum heißt der Regenpfeifer, Regenpfeifer ?
Weil er >auf< denselben , oder weil er >im< Regen pfeift?

Nun, drauf gepfiffen, genau wie auf Weisheiten ala „wenn man drauf ist…“

Es sei erwähnt, dass es durchaus Sinn machen kann, mit engen Chokes nahe Tauben zu schießen.
Sinn macht’s bei talentierten und sehr weit fortgeschrittenen Schützen .
Hier sprechen wir nicht von Leuten, die mal 15 Tauben von 15 „geschafft“ haben, sondern von Schützen die volle Sportserien im Training schaffen oder im Parcours deutlich über 87% liegen.
Hier wirkt die enge Garbenausdehnung als gutes Hilfsmittel beim Feintuning des Schwunges.

Ansonsten ist eine solche Chokewahl wenig zielführend.
Besonders wenn’s darum geht , jagdlich fit zu werden.

Warum? Stellen sie sich einen Schützen vor, der mit Blei #8 und Vollchoke auf dem Skeetstand kurze Tauben übt.
Auf der Gänse-Jagd benutzt er aber WE Schrot# 2 und ergo max Halbchoke und schießt auf 35 + Meter.
Hat sich was mit sinnvoll...gell! ;)

Die Mähr geht, das Halb-choke Weicheisen, das Pendant zu Dreiviertel-choke Blei darstellt.
Es sind Allgemeinplätze wie dieser, die Jäger verunsichern , vor allem, weil die reale Jagdsituation oft andere Ergebnisse erbringt, als erwartet.

Nun man mag sich wieder mal wundern, aber "shit happens".
Es gibt Aftermarket chokes,und auch Standard-Fabrikeinsätze die sich anders verhalten.
Es kommen laufend neue WE Patronen auf unseren Markt ,zu denen es außer Werbung keine
Erfahrungen gibt.

Bei der Chokewahl muß man experimentieren, ...vermuten,im Internet wildfremde Leute nach Erfahrungen fragen,bringt nichts,... ausser fremde Meinungen über fremde Flinten und fremde Patronen.

Die Wirkung jeder Patrone ist individuell: mit jedem Choke - mit jedem Lauf
Nichts führt am ausgiebigen persönlichen Test an der Anschußscheibe vorbei.
(wie, wurde bereits mehrfach im Flintenblog beschrieben)

Es ist darauf zu achten, dass die Arbeitsladung (Jagd) eine ähnliche Deckung aufweist wie die Übungsladung.
Das dies durchaus mit Choke-schrauberei verbunden ist,, sollte jedem klar sein.
Viele Jäger üben auf „Blei-ständen“, nützen aber gesetzestreu WE auf der Jagd.

Hat man seine Arbeits- und Übungskombination gefunden, sollte man dabei bleiben und diese ausgiebig auf alle Entfernungen testen .
Diese Entfernung ergeben sich aus den individuellen Jagdgegebenheiten des Flintenschützen.Nicht aus Ratschlägen alter Männer oder Broschüren in High gloss.

Es sich dann auch noch schwieriger zu machen und bewusst noch die zu enge, und damit falsche Chokewahl zu treffen, ist kontraproduktiv.

Die neuen WE Patronen ändern unser Schießverhalten auf der Jagd.
Die Qualitätsunterschiede zwischen den Marken sind beeindruckend bis erschreckend.

Nur wer ausprobiert, auch mal einen Nachmittag der, zugegebener Maßen langweiligen, Testschießerei opfert, wird guten Gewissens auf die Jagd gehen können.

Um das zu tun, braucht's die notwendige Chokeauswahl.

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Also fangen Sie zuerst mit den verfügbaren, weil mitgelieferten Chokes an.

Sind sie zufrieden? OK.
Wenn nicht , wenn also die Deckung immer noch Löcher aufweist und keine Patrone wirklich befriedigt…ja…. bleibt nur die Hilfe der “Wunderchokes”..

Dabei gibts die tollen Dinger in allen Variationen.
Ist die Entscheidung bei lang und kurz noch einfach: ” je länger - desto besser!”
…wirds bei den Materialien und den Design schon schwieriger.

Ob Stainless,Brüniert,mit oder ohne Farbmarkierungen ist völlig egal und Geschmacksache.
Titan ist der neuseta Renner und verliert gegen alle.
Es ist zwar unwesentlich leichter ,dafür aber nicht WE-eisen tauglich,nicht mal in den Sportversionen.

Sogn. Compensatorbohrungen in den Chokes bringen herzlich wenig.Rückstoß ableitung oder Energieableitung funktionieren nicht,da keine Prallflächen wie bei den Comps für Kugelwaffen vorhanden sind.
Was sie tun ,ist lauter zu knallen und mit Blei schnell zu verkleistern.
ABER merkwürdigerweise liefern sie in meinen Waffen mit Stahlschrot eine ausgesprochen gleichmäßige Deckung.
Woran das liegt? Selbst der Hersteller fand keine werbeträchtige Erklärung.Ich vermute, dass das sehr kontrollliertes Verlassen des
Laufes und der schnelleren Trennung von Garbe und Zwischenmittel zu dem positiven Effekt führt,da die verwirbelungen an der Mündung vermieden werden.
Dies wird aber nochmal gründlich untersucht werden…

Aftermarketchokes kosten also richtig Geld.
Besonders in Deutschland,da sich kaum ein Händler findet,der ein entsprechendes Lager einrichtet.
Der Eigenimport ist aber von allen Herstellern möglich.
Erfreulicherweise liefern heute renomierte Hersteller schon ihre Waffen mit Chokes der Spezialhersteller, oder mit raffinierten Eigenkonstruktionen.

Ein Schelm, ;) der dabei sarkastisch weiterdenkt und auf die Idee käme,dass die Hersteller nun endlich die alten billigen Stahlröhrchen ersetzen,weil der sichtbare und monitäre Erfolg der Aftermarket-Chokes sie dazu zwingt…

;)
Genauso verwegen der Gedanke,dass Händler oder Bümas den Kunden Ihrer Flinten, eine Auswahl an Brileys,Teagues etc,zum Anschuß überlassen (natürlich gegen Gebühr).Der Kunde könnte so gezielt auswählen.
Nun liebe Freunde,vielleicht verführt die Lektüre des “Flintenblog” ,ja mal wieder den einen oder anderen unserer “Flintenspezialisten” dazu, eine großartige, kundenorientierte und bundesweit einmalige Service-Idee zu haben…wäre ja nicht das erste mal…gell
;)

Es bleibt immer Raum zum pfriemeln und verbessern. So bieten manche Chokehersteller auch Zwischengrößen an, die manchmal den kleinen Rest mehr an „performance“ bringen,den man so dringend gesucht hat.
Mir zumindest, gings bei 2 meiner Leib- und Magenflinten so.

Allein die wenigen ,wahren Flintenbesessenen unter den Nobel-Herstellern setzen heute auf feinste Individual-Lösungen.
Zu diesem Zweck verwendet man fabrikmäßig, oder auch nachträglich, eingebaute “thinwall choke”.
Hier allerding, wird auch gleich der Übergangkonus entsprechend erweitert und verlängert, um somit “ab Werkstatt” das Optimum rauszuholen.

Hier nun eine kleine Auswahl an Chokeherstelllern.
Wie immer ohne Werbung,Wertung und Kommentar:

Briley

Teague

Seminole

Carlson

Patternmaster

SRM

Polychoke

truglo

Truelock

Colonial

Wrights

Wadwizard

Gemini

Gugra

und wenn sie immer noch glauben, dass Chokes vom Hersteller der Waffe stammen…Effebi

Eine recht interessante Seite ist die von 10xshooters mit ihrem Deckungskalkulator ( leider nur in Blei)
Auch die anderen Seiten sind aufschlußreich.

In den guten alten Zeiten wurde seiner Lordschaft die Flinte passend zur Munition gechoked.Die Bestgun blieb ein Leben lang am Mann,die Munition war immer gleich: leichte Vorlage ,kleine Körnung…und die Jagden waren in Schußweite und Wildart recht ähnlich.
Heute ist alles anders.
Die moderne Flinte zeichnet sich dadurch aus,auf die individuellen Jagd und Sportbedürfnisse ihres Besitzers abgestimmt werden zu können.
Eine wachsende Vielzahl von Patronen und Alternativschroten setzt ständig neue Maßstäbe.
Denen mit alten Weisheiten und der “Püsterkonfiguration von Anno Tobak “zu begegnen,hieße inkompetent zu jagen und Beute zu verschenken.

Wir sind bei aller Vielfalt und Unübersichtlichkeit nicht zum Hamletschen Zaudern und den zweifelhaften Ratschlägen aus der Gerüchteküche verdammt.

Wir müssen’s nur anpacken.
Wir entscheiden, wie unsere Flinte trifft!

Möge der Choke mit Euch sein!

Bunduki

Griffiges…winkliges…kräftiges… Griffwinkel bewußt wählen

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Das Auge isst mit!
Wenn wieder mal einer der omnipräsenten Fernsehköche eine südwestkatalonische
Variation von Spiegelei, dem nach kulinarischen Epiphanien gierenden Volkshochschulabsolventen präsentiert, dann müssen zumindest zwei himalayische Kiwistreifen für die notwendige Appetitanregung sorgen…ansonsten wär’s auch das Spiegelei von Oma Trude. ;)

Das Auge kauft auch mit!
Beim Flintenkauf ist der spielende Mensch, „homo ludens“, genauso inkonsequent gepolt.
„Form follows function“ ist weit weg, wenn optische Reize von cleveren Marketingsprüchen ergänzt werden ,der Stammtisch all das bestätigt, was die Werbung, Verkäufer und die „Fachwerbepresse“ behaupten.

Schnell wird da die neueste Erfindung zum unentbehrlichen “Must have”,das aufgewärmte Gimmick eines abgelaufenen Patents zur “richtungsweisenden” Innovation und eine clevere Idee eines Herstellers um Lagerkosten zu minimieren zur kundenorientierten
Serviceleistung…
…Erfindungsrecycling dem weder der Greenerschaft noch das Überbohren von Läufen gewachsen war…
…trotzdem schießen alle nach Oma Trudes Spiegeleirezept.

Schön ist was gefällt …und hilft, immer neue kleine eurogefüllte Schweinchen durch’s Dörfli zu scheuchen.

Dabei gibt’s so manches Teil einer Waffe, bei dem Marketingargumente abprallen, da es eine bestimmte Funktion hat und die auf eine ganz bestimmte Weise erfüllen sollen.

Der Griff der Flinte ist so ein Teil.
Optisch für die Linienführung zwar präsent, gleichwohl beim Handling aber wichtig.

Ersteres deshalb, weil einerseits die klare Linie einer englischen shotgun, mit geradem Schaft als makelloses Grunddesign gilt, andererseits, weil Kurven in der Linienführung einer Sportingflinte besonders auffällig (von grottenhäßlich bis göttlich elegant) ihre Erscheinung (und Verkaufbarkeit) prägen.

Was das zweite, das das Handling betrifft, bedarf es einiger Grundkenntnisse, um den Sinn und Zweck der unterschiedlichen Formen zu erkennen.

Natürlich werden wir immer subjektiv mit den Augen und nach unserem persönlichen Schönheitsideal kaufen.
Dennoch ist es nicht verkehrt, auch mal den Kern der Sache zu betrachten…vielleicht hilfts ja beim nächsten Kauf , eine für sich noch bessere Flinte zu finden.
Ungeachtet natürlich der Tatsache, dass bei wirklichen Maßschäften (also keinen reinen Kopien der Standardschäfte mit teurerem Holz) Griffwinkel und Griffumfang auch berücksichtigt wird.

Das der Pistolengriff selbst bei Doppelflinten beliebt ist, treibt einem Puristen die Tränen in die Augen, ist aber nicht weiter schlimm, denn dies Beliebtheit ist ebenso wenig sinnlos, wie die Griffart eine rein deutsche Erfindung (wie gerne behauptet wird) ist.

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Fast jede Griffvariante hat ihre Vorteile!
Entscheidend ist aber immer der Verwendungszweck UND die individuelle Schießweise des Schützen.

Die Aufgabe des Griffes ist die Positionierung der rechten Hand.
Sie soll als rechtseitiger Support der linken Führungshand dienen , das Heben des hinteren Waffenteils durchführen und die Fixierung des Schaftes an der für den korrekten Anschlag notwendigen Gesichtposition ermöglichen.
Das Abziehen ist natürlich wichtig, hat aber mit der Form des Griffes nichts zu tun.

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Da unsere Hand beim Anschlag mit Unterarm, Oberarm, Schulter und Rückenmuskeln interagiert, ist es wichtig, sich die ablaufenden Kräfte vorzustellen.

Kurz gesagt ,werden immer dort Kräfte benötigt,genutzt oder verschwendet ,wo Gelenke abgewinkelt werden.

Nimmt man eine Linie an, die quer an den Fingerwurzeln durch die Hand läuft und eine gerade Linie die aus dem Unterarm kommt, bildet dieser Winkel den Standard im Ruhezustand .Ein so gegriffener Stock würde ergo fast vertikal gehalten.(bei waagrecht ausgestrektem Arm)siehe Bild

Greift die Hand einen Gegenstand und bringt ihn z.b. in Position zum Auge, verändert sich dieser Winkel naturgemäß .
Beispiel : der gegriffene Stock wird von der natürlichen vertikalen Position, in eine horizontale gebracht.

Dabei treten z.b. durch das Schließen der Finger und der Veränderung des Griffwinkels Kräfte auf, die den Gegenstand/Schaft nach oben drücken. (grüner Pfeil im Bild D)

Dieser Druck fixiert, im Falle einer Flinte mit englischem Schaft, den Schaftrücken an der Wange
Besonders wichtig ist dies z.b. bei Überkopftauben, oder bei getriebenen Fasanen.
Der häufigste Fehler ist hierbei das „Heben des Kopfes“, sprich die Unterbrechung des Kontaktes Schaft Wange/Jochbein.

Fangen wir mit einem extrem durchgestylten Schaft an :
(A)
ein typischer italienischer Sport/Wettkampfschaft mit extrem steilen Pistolengriff (sogn.Rudy Etchengriff)

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Er fixiert de Hand absolut entspannt. Keine Verwinkelung des Handgelenks!
Ein kräfteschobender Halt der Waffe ,ein entspanntes Abziehen und ein anatomisch ausgeglichener Support des Schwunges sowohl vertikal, als horizontal ist möglich.

Allerdings übt die rechte Hand keinen Druck nach oben ,Richtung Gesicht aus und fixiert den Schaft somit nicht.
Darüber ist der Schaft sehr schwer, massig und voluminös.
Er ist sehr auf die Verteilung der Rückstoßkräfte und somit ein sehr entspanntes Schießen von hohen Serien ausgelegt.
Es ist die Wahl der Leistungs-Sportler deren Anschlag gefestigt ist oder die durch Voranschlag ständig nachjustieren können.

Versuche von einigen Flintenherstellern, diese Art des Schaftes auch in SLFs und Jagdflinten anzubringen,scheiterten,da dieser Schaft keine Fehler im schnellen Anschlag verzeiht.

(B)
Weil nun nicht jeder so ein Leistungschütze ist, das Parcoursschießen sich weltweit als Kassenschlager erwiesen hat, modifiizerte man diesen Griff für die Sporting (Parcours) Gemeinde.
Da der Griffwinkel nun schon eine gewisse, leichte Drehung im Handgelenk erfordert,treten nun auch Kräfte auf , die den Schaftrücken leicht nach oben drücken. (grüner Pfeil)

Das Schießen ist immer noch entspannt und für lange Serien gut, doch als quasi eingebaute Fehlerkorrektur, unterstützt der Griff nun auch den Kontakt Schaft/Wange.( Beispiel B)

Eine perfekte Melange aus Kraftverteilung und Vermeidung von Anspannungen der Muskeln und Sehnen.
Nicht unnötig spezialisiert, dennoch bequem zu schießen…
Allein… schön schaut er für viele der Puristen unter den Jagdschützen nicht aus.

Dort gibt es ein Schönheitideal!

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(D)
der klassische (englische) gerade Flintenschaft.
Schlank, elegant und unnachahmlich …spezialisiert!

Richtig gelesen !
Der Schaft ist spezialisiert auf eine schnellen, jagdlichen Anschlag, den ein Schütze auf evtl. unebenen Terrain, mit wechselnder Kleidung, bei jeder Witterung durchführen muß.
Dabei ist der getrieben Jagdvogel,Fasan,Rothuhn, etc. hoch zu beschießen.
Also schnell und oft in steilen Winkeln nach oben.

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Dieser gerade Schaft positioniert die rechte Hand in einen starken Winkel und zwingt sie, in dieser Position höchsten Kräfte zur Wange des Schützen abzugeben.
Die Wange bleibt eisern am Schaft, auch wenn der Fasan noch so überaschend über Kopf einfliegt und der Schütze versucht ist, ihm mit dem Augen schneller als mit der Flinte zu folgen.

Halt! rufen jetzt einige: Was ist mit den Doppelflinten mit Pistolengriff ?

Die berühmte Winchester 21 war mit einem solchen ausgerüstet und unzählige deutsche und europäische Flinten ebenfalls.
Warum?
Weil ebenso wie bei der klassischen englischen Flinte, die Jagdverhältnisse das Waffendesign bestimmen.
Ein Pistolengriff ist hilfreicher als der gerade Schaft, wenn es weniger Überkopfziele gibt.
In einem Land wie DE, dass sich immer viel auf seine Hasen- und Kaninchenstrecken konzentrierte, oder in einem Land wie den USA, in denen formale ,getrieben Jagden Seltenheit hatten und die Flinte Allrounder war, ist dies verständlich.

( C )Die Jagdflinte

Dort herrschte und herrscht die eigentliche Krönung des Flintenschaftes:
der moderate Pistolengriff mit flachem Radius der in idealer Weise vom „Prince of Wales“- Schaft mit seinem runden Abschluss repräsentiert wird.

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Wer diesen Griffradius erfunden hat, ob Greener oder andere ,mag uns egal sein.
Fest steht: es geht nicht universeller für die Jagd.
Heute ist er als „der Jagdschaft“ Standart .

Der Winkel des Handgelenkes unterstützt die Kräfte zum Gesicht, dennoch liegt die Hand entspannt an der Waffe und unterstützt den Schwung souverän,selbst unter widrigen jagdlichen Bedingungen.
Ob jagdliche Übungen, Feld oder Wasserjagd, diese Art von Schaft ist wahrlich universell.

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Ein nettes Betätigungsfeld wurde in der letzte Zeit das Ausschmücken des Griffes mit allerlei anatomischen Kurven…
Der sogn Handschweller (eine Erhebung die zur Innenseite der Hand korrespondieren soll) ist in seiner genialen Einfachheit,den Schnitzkünstlern zuwenig.
Daumen,Finger und Handballenauflagen schaffen ein “unnachahmliches Customfeeling”
Wenn sie dies haben wollen,seinen sie sicher, bei Ihrem Spiegelei auch immer zwei Kiwistreifen mit zu bestellen!
…sonst kommt noch jemand auf die Idee, Sie würden NICHT Jeden Quatsch mitmachen. ;)

Wie weit nun diese Erkenntnisse Ihre Schießleistungen verbessern?
Na wahrscheinlich erst mal gar nicht…
Aber es könnte als famose Ausrede für die nächsten Fehlschüsse herhalten…oder man sucht die nächste Flinte ein klein wenig gezielter aus…

Bunduki

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