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20.1.2012 von Bunduki.
**latest****news*********************
neue Wettkampftermine aus AT hier
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Wenn die Knirpse und Jugendlichen in Amerika bei den Schulprogrammen der NSSF ihre ersten Tauben vom Himmel holen, dann zeigt sich dem Betrachter ein Bild ,dass er von unseren
Jagdliche Schießausbildungen her gar nicht kennt.
Allesamt mit Selbstladeflinte ausgerüstet (dank Sponserings) stehen sie in Reih und Glied da,Waffenandhabung souverän und alle haben glückliche Gesichter und jede Menge Spaß in dern Backen.
Bei uns stehen 5 arme Tröpfe am Trap Tourbulenzer,ein grummelnder Buchhalter sitzt dahinter und krizelt was in eine Kladde und schreit zwischendurch :“Dahinter“.
Die Waffenhandhabung ist bemüht, aber weit von sicher und selbst das einfache Auf und Zu der Waffe bereitet so manchem Probleme.
Während in den USA bei den Knirpsen ein Schuss pro Taube fällt ,empfängt den Beobachter sauf deutschen Ständen schon von weitem das TackTack der verzweifelten Doppelschüsse
Von noch verzweifelteren Schießaspiranten.
Die gehen Abends nach Hause , haben blaue Schultern und Flecke an den Armen dicke Jochbeine weil die Schäfte nicht passten und meist einen gewaltigen Muskelkater.
Dabei könnte alles so einfach und leicht sein.
Denken wir einfach mal außerhalb der DJV Richtlinien und dem Stammtischgeschwätz alter Männer.
Nehmen wir mal an, wir könnten, wie wir wollten und würden Selbstladeflinten zur Flintenschulung einsetzen. Ok,… ich kann und tue ,aber das kann eben nicht jeder
JEHOVA!!!!!!!
Bevor der erste Stein fliegt, einfach mal nachgedacht…
Man sagt ,dass die Handhabung einer SLF wesentlich komplizierter ist als die einer BDF.
Das ist richtig, spielt aber bei einem Anfänger keine Rolle.
Für ihn ist beides Neuland und gut trainiert und erklärt ist auch der Ladevorgang einer SLF kein Problem.
Dazu kommt ,dass die Marken-SLF über eine Magazinsperre verfügt, die mit einem Fingerdruck, die Waffe zum einläufigen , einschüssigen Flinte macht.
Keine Laufverwechslung, kein Umschalten , gewollt oder zufällig und vor allem der Zwang sich auf EINEN Schuss zu konzentrieren.
Flintenschießen lernt man immer und ausschließlich nur dadurch, mit EINER Patrone EIN Ziel zu beschießen. Das üble Doppeltackern in der Ausbildung, immer wieder von Dilletanten empfohlen, zwingt den Schützen in falsche Gewohnheiten und konterkariert den korrekten Bewegungsablauf.
Die mit dem ersten gefehlte und erst mit dem zweiten Schuß getroffene Taube, wird nicht aufgrund von „mehr Schrot in der Luft“ getroffen, sondern weil beim zweiten Schuß, der Schütze den Fehler des ersten, unbewusst behoben hat.
„UNBEWUSST“ sollte aber überhaupt nicht getroffen werden.
Bei jedem Schuss oder besser Treffen steht die bewusste Handlung und nicht der Zufall im Vordergrund.
Zufälle kann man nicht lernen, nur richtigen Schwung und Anschlag und Methodik.
Erst wenn diese Handlung und die der konsequenten Schußdisziplin mental verankert und im Bewegungsablauf klar definiert sind,macht der Gebrauch des zweiten Schusses Sinn!
Eine der Grundlagen moderner Schießausbildung die dem Schüler nicht “irgendwie treffen” lehrt sondern ihm/ihr die Methoden
beibringt, unter unterschiedlichen Voraussetzungen die richtige Schießtechnik zu verwenden.
Alles andere ist Kirmesballerei und Abzocke.

Ist der Einzelschuß nun beider SLF durch den sogn. „Magazin cut off“ (oder Magazinsperre) leicht möglich, erfreut die SLF ihren lernwilligen Benutzer mit ihrer größten Stärke:
Nichts kickt, nichts drückt und schlägt.
Der Schussvorgang geht fast ohne Eigenbewegung der Waffe ab.
Der Gasdruck oder Inertiaverschluß schluckt einen Großteil des Rückstoßes.
Weniger Rückstoß heißt weniger Ermüdung, längere Übungszeiten ,mehr Tauben.
Wer besonders empfindlich ist, wie junge Mädchen und zarte Frauen, aber auch zunehmen gestandene Mannsbilder mit Rückenproblemen, oder so mancher in Ehren ergraute Flugwildveteran, dem heute Herzschrittmacher, künstliche Gelenke oder schlicht Abnutzungen des Alters, Probeme bereiten….denen hilft die Waffenindustrie heute gewaltig.
Rückstoßdämpfende Materialien und Einsätze in den Schäften der SLFs, geniale
Rückstoßkompensationssysteme, wie das Kick Off von Beretta, ermöglichen solchen Zielgruppen den Zugang zum Flintenschießen ohne Nachteile.
Mal Quergedacht:
…unsere Autos verfügen über ABS, ESP, Servolenkung und Fensterheber, Freisprechanlagen und Parkhilfen….aber wenn der Schütze aus dem High Tech
Geländeboliden aussteigt, greift er zur „Kutsche“ unter den Flinten, anstelle zum technisch angepassten Hightechschießgerät??? Komisch was…?
Mehr schießen ohne Ermüdung, heißt besser lernen, auch schneller lernen.
Dabei hilft es, wenn die Waffe des Schießschülers leicht ist.
Nicht zu leicht, sondern der Patrone und deren Energie angepasst .
Der große ,nicht von Kipplaufwaffen wettzumachende Vorteil der SLFs.
Ein Lauf, Systemkasten aus LM oder Kunststoff ,dennoch stabilen Verschluß aus Stahl, der im Lauf verriegelt.
Kunststoffschäfte oder mit Verbundmaterialien verstärkte leichte Holzschäfte erleichtern zusätzlich das Handling.
Neuerdings werden bei den Kunststoffschäften zusätzlich Dämpfungselemente eingesetzt (Benelli und Beretta), die ohne Gewichtsbelastung den Rückstoß noch mehr unterdrücken.
Eine leichte Waffe erleichtert das Lernen, wie es auch an einem langen Jagdtag ,an dem hinterm Hund viele Kilometer zurückgelegt werden, dem Jäger das Leben.
Und Erleichterung bringt mehr Freude, denn ich kann das wunderbare Erlebnis Jagd länger auskosten.
Viele meiner älteren Kunden und Freunde haben deswegen und weil sie bei unseren Kursen 2011 verstärkt die SLF ausprobieren konnten, auf diese Waffen gewechselt.
War erst mal das Vorurteil überwunden, entdeckten mit dieser Waffe viele Schützen ihren alten, schon fast vergessenen Flintentalente wieder und hatten plötzlich das gleiche seelige Grinsen im Gesicht wie die Knirpse in Amerika.
Leicht zu Treffen macht eben glücklich und ausprobieren klüger.
Eine der dümmsten Sprüche im Flintenleben ist der mit pawlowschen Reflex hervorgewürgte Satz: „Der Lauf schießt, der Schaft trifft“
Nichts ist beleidigender für den geübten und gelernten Schützen, nichts unpassender, wenn man die vielen nichtangepassten Waffen der Welt sieht, die alle treffen!….weil der Schütze alles richtig macht!
Selbstverständlich hilft ein passender Schaft dem Schützen beim Treffen.
Selbstverständlich sind Schaftlänge und Senkung sehr wichtige Elemente…
…allein die passenden Maße machen’s nicht, wenn Technik und mentale Konditionierung
nicht stimmt.
Das ebenso alte, wie falsche Vorurteil, SLFs könnten nicht an den Schützen angepasst werden, stimmt weder heute noch hat es je gestimmt.
Alle Markenflinten kommen heute serienmäßig mit den wunderbaren „shims“ zum Besitzer.
Diese kleinen Verstellplaten , könne ohne handwerkliche Diplome zwischen Schaft und System gesteckt werden und verändern Senkung und Schränkung der Waffe in Augenblicken.
Die Schaftlänge zu verändern, ist eine Augenblickssache ,denn moderne SLF-schäfte verfügen über aufsteckbare Kappen in diversen Längen sowie angepassten Zwischenstücken .
Und wer den Schaftrücken verändern möchte, dem bieten einige Hersteller aufsteckbare
Einlagen ,passend zum Schaft.
Alles ist an einer SLF schneller und kostengünstiger zu verändern als an einer Kipplaufwaffe.
Die Waffe zu hinterlastig? Kein Probem .Kleine Laufgewichte oder Einsätze fürs Magazin
lösen das Problem im Handumdrehen.
Selbst die Lauflänge ist regulierbar. Unterschiedliche Läufe sind wesentlich preisgünstiger zu erwerben ,als sich ein ,wenn überhaupt lieferbares, Laufbündel einer BDF einzupassen.
Und wer keinen neuen Lauf will, dem ist mit chokeähnlichen Laufverlängerungen von 5 bis 15 cm geholfen.
Teils gleich als Zubehör mitgeliefert.
Schienenwechsel für diejenigen, die glauben, dadurch mehr zu treffen,von jagdlich auf sportlich sich Vorteile erhoffen…. bei einigen guten SLF durchaus möglich.
Und die Schaftform?
Moderne Ergonomie und Haptik prägt das Bild heutiger SLFs.
Keine englische Schäfte,keine Prince of Wales Rundungen, kein verwaschener „deutscher Jagdschaft mit Backe und sauereingelegtem Hirsch“.
Funktionelle Linien, Pistolengriffe mit ergonomisch bewährten Radien und schlanke Vorderschäfte prägen das Aussehen der heutigen Waffen.
Das mag bei manchem Flinten sehr weit gehen ,wie bei der Benelli Vinci, dennoch sollte man sie in der Hand gehabt haben…Vorurteile und Geschmack können sich mit den ersten Treffern schnell verändern…
Zusammengefasst:
Eine rückstoßarme, leichte Flinte, die an alle Benutzer schnell und preiswert angepasst werden kann, sowohl in der Schulung als Einzellader wie später sportlich oder jagdlich voll tauglich ist.
Sie ermöglicht ermüdungsfreies Schießen und somit längere Lernblöcke.
Sie kann aus dem Unterreicht direkt in den Jagdalltag übernommen werden.
Sie ist bei gleicher Qualität preiswerter als ihr BDF Konterpart.
Zur Erklärung: wir sprechen von Marken SLFs, keinem Billiggelumpe aus tausend und einem Sonderangebot.
Frage:
Warum wird dies alles nicht genutzt, sondern auch noch durch verbandlich aufgesetzer
Ignoranz, und kleingeistiger Ignoranz in den Kursen immer weiter verhindert?
BDF und DF können wunderschöne Jagd und Sportwaffen sein.Sie haben über die Generationen ihren Platz in den Gewehrschränken und in en Herzen der Flinten-Afficionados zurecht gewonnen.
Beim Sport wird die klassische BDF ihre Rolle behalten,beim Thema Aussehen wird nichts die klassische englische DF je
deklassieren.
dennoch und gerade auch:
Aus unserem Flintenalltag sind die modernen SLF nicht wegzudenken…aber wer denkt, sollte auch weiterdenken…vielleicht mal über den Tellerrand des Stammtischgeschwätzes hinaus…
…vielleicht auch über die untragbaren,unwahren Vorurteile hinaus, die rückständige Verbände den Gesetzgebern, wie bei uns und unseren Nachbarn AT, zur Restriktion geradezu allfeil andienen, um von den wirklichen Problemen der Jagd abzulenken.
Vielleicht helfen diese Zeilen, mal über eine interessante und unglaublich Spass-bringende Waffe nachzudenken.
Revolutionär sind sie vielleicht nicht, aber für viel lernwillige und Spassbereite Schützen sicher eine Befreiung von Problemen, die so leicht zu lösen wären.
…und vielleicht mal auszuprobieren
![]()
Bunduki
PS
und weil wir gerade beim Denken sind…
man stelle sich das bei uns vor:
Schulförderung im Schießen
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, Flintenschießen | Keine Kommentare »
8.9.2011 von Bunduki.
Heutzutage haben sich 2 Systeme herausgemendelt:
Das moderne Rückstoßprinzip Inertia ohne Laufrücklauf und das Gasdruckladesystem mit selbstanpassendem Ventil.
Das Rückstoßprinzip
mit Rückhohlfeder im Schaft
Das Rückstoßsystem mit Rückhohlfeder im Vorderschaft
Nutzt ein Prinzip den vorhandenen Rückstoß der Patrone und öffnet auf den kinetischen Impuls die Verschlusverriegelung,
wird beim Gasdrucklader durch Öffnungen im Lauf ,Gasdruck auf ein Ventilsystem abgeleitet,welches damit die Repetierfunktion einleitet.
Kern des einen Systems ist eine spezielle Feder im Verschluß, Kern des anderen ein patentiertes Ventil ,dass die Gasdruckabnahme reguliert.
Vorteile und Nachteile der einzelnen Systeme?
Kaum mehr festzustellen…schon gar nicht in der jagdlichen Praxis.
Dennoch werden wir nach der diesjährigen Schießsaison ein persönliches Resume der beiden Systeme und der unterschiedlichen Hersteller ziehen und bei Gelegenheit hier veröffentlichen.
Grundsätzlich sind beide als gleich zuverlässig (die 3 B) anzusehen.
Der Rückstoßlader per Inertia kann aber nicht soviel Rückstoß “verarbeiten” wie der Gadsdrucklader.
Deswegen ist derjenige, der eine maximale Rückstoßminderung und butterweiches Schießen in der SLF sucht, beim Gasdrucklader besser aufgehoben.
Wer auf ein “einfaches” System mit wenigen,schmutzresistenten Teilen reflektiert und dem der Rückstoß sekundär ist ,jener sollte sich für ein Inertia System entscheiden.
Was schon jetzt auffällt ist die Beweglichkeit der Systeme in Hinblick auf die Vorlagen.
Zwar warnen Firmenaussagen bei bestimmten JAGD-Waffen vor dem Gebrauch von 24g Vorlagen,dennoch überraschte bisher so manche Flinte angenehm.
Einen ganz neuen,sehr einfachen WEg ,der sich aber noch bewähren muß, geht die Firma Remington.Sie setzt bei ihren Gasdrucklader nicht auf ein raffiniertes Ventil, sondern auf die banale Länge der Patrone,die je nach Länge die Gasabnahmelöcher
verdeckt.
Remington VersaMax system
Mir scheint auch hier wieder ein Denkfehler zu stecken,da es auch kurze Magnumpatronen gibt,Semi Magnums und gerade bei den leichten Vorlagen sehr starke Druckunterschiede auftreten.
Dagegen hier ein Werbevideo der Fa. Browning ,das die Komplexität der Gasabnahme und der vielen Teile und deren Zusammenspiel recht gut animiert.
Browning
Beide Grund-Systeme sind weitestgehend ausgereift und ihre spezifischen Nachteile machen sich eigentlich nur noch in den Billigkopien der ostmediterranen Hersteller und derer zwar Italienisch firmierenden, aber statt Spaghetti lieber Döner verpackenden, bemerkbar.
Dort aber massiv !
Bei den heutigen Preisen der Markenflinten, darf auch nicht mehr Zuverlässigkeit die Kaufentscheidung beeinflussen.
Die kann der Kunde veraussetzen!
Heute entscheiden Haptik, Design und Sonderausstattungen!
Die teilweise exorbitanten Preise, sind aber auch damit nicht zu erklären.
Hier darf man kopfschüttelnd auf die Werbekosten verweisen,die bei bestimmten Marken von Flinten (auch und besonders im BDF segment), den Preis heute schon gegenüber der relativ einfachen Fertigung (Moudlfertigung etc) bestimmen.
Ein Irrweg der sich langfristig böse rächen wird…wenn nämlich Waffen mit geringerem Werbeaufwand und somit geringerem Endpreis schlicht länger reparaturfrei funktionieren.
Oft liest man, dass ein System dem anderen durch geringere Pflege überlegen sei.
Dazu sei gesagt, dass beide Systeme,wie BDFs,DFs und Pumpguns gepflegt werden müssen!
Reinigung gehört zum Standartprogramm der Werterhaltung von Mensch und Maschine. sonst stinkt beides!
Allerdings sollte erwähnt werden, dass die Legende der schießuntüchtigen Selbstladeflinte noch nicht vor allzu langer Zeit realen Hintergrund hatte.
Asbach Uralte A5s,beliebtes Billigschnäppsckes aus der Welt des virtuellen Flintenrestetroges waren sehr schmutz und somit Fehleranfällig.
Bei diesen Waffen traten auch Störungen auf, die auf falsche Federn,Federanordnungen und falsches Einziehen in die Schulter
zurückzuführen waren.
Ein feines Beispiel dafür ist dieses Video,dass erstens gut gemacht ist, aber unfreiwillig auch den Hauptnachteil des alten Systems mit “long recoil” zeigt.
Ist die Waffe nicht in die Schulter eingezogen, wird nicht genügend Energie umgesetzt um den Repetiervorgang mit dem langen Rücklaufen des Laufes (schön zu sehen) durchzuführen.
Also immer wenn der Schütze von Hand repetiert war’s ne Ladehemmung…
shit happens ![]()
FILM AB
Übrigends ist dies auch der Grund der meisten Ladehemmungen bei Waffen mit Rückstoß oder inerten Selbstladefunktionen.
Das Prinzip des langen Rückstoßrücklaufes wurde später durch ein System des kurzen Rücklaufes ersetzt.
Zwar können sich diese Systeme rühmen die ersten funktionierenden Selbstlader gewesen zu sein,doch haben wir vom Wort und Sinn “Funktionieren” heute eine andere Vorstellung.
Dewegen ist die gute alte A5 ein nettes Sammlerstück aber eben längst keine zeitgemäße Jagdwaffe mehr.
Besonders wenn sich der Schnäppchenmarkt dieser Waffe angenommen hat und in Foren dieses betagte Teil immer noch in höchsten aber wissenshohlen Tönen gepriesen wird.
Chronisch reißende Vorderschäfte gehörten dort zum Besitzstand ,wie heute bei einigen Dönerflinten es zum guten Ton gehört,dass Brünierung abfärbt,Verschlüsse ungebremst den Verschlußkasten zerdengeln,Magazinrohre abbrechen und sich Hinterschäfte lockern…suum quique….
Wenn dann das richtige System gewählt und Jahrzehnte geübt wurde ,dann sollte alles SO aussehen
Es gibt einen Grund, warum moderne Qualitäts - Selbstlader heute deutlich mehr kosten als früher und wesentlich mehr, als ein schlecht abgekupfertes und unter tausend exotischen Namen verwirrung stiftendes Immitat wert sind
Wer sich selbst ein Bild machen will, kann derzeit in unseren Kursen einige moderne und innovative Selbstlader ausprobieren.
Bunduki
PS:
Für alle die gerne Synapsen zünden lassen, hier die physikalischen Grundlagen:
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5.9.2011 von Bunduki.
SLFs sind schnell!
3 mal und dann?
Um sie wirklich schnell zu machen,für den Schuß im Schirm oder bei heftigem Anflug (ja so was gibt’s noch) kommt’s aber auf die Ladegeschwindigkeit an.
Besser gesagt Ladetechnik !
Schnelles Nachladen im schussbereiten Zustand, also taktisches Nachladen ist keine Hexerei, allerdings und leider, mit viel Voodoo aus der Vermarktungsecke verblendet.
Taktisches Nachladen ist ein Begriff aus dem dienstlichen Einsatz der Waffe,gilt aber auch für den zivilen , jagdlichen Einsatz wenn man Taktik mit der Benutzung des Denkappartes gleichsetzt.
Ziel des taktischen , schnellen Ladens ist eine hohe Feuerbereitschaft der Waffe innerhalb eines gegebenen Zeitfensters.
Schwierig, mit nur drei Schuß ….und deswegen eben auch notwendig, darüber nachzudenken.
Gehen wir von einer gewünschten Schußbereitschaft von 7-8 Schuß aus (Tauben Krähen etc) , müssen wir die nachzuladenen Patronen möglichst günstig platzieren.
Sidesaddles (Patronenclips auf der linken Verschlußkastenseite), wie sie bei Combatflinten Verwendung finden, sind suboptimal, da das Nachladen von dort meist die Verdrehung der Hände, oder der Waffe, zur Folge hat.
Die Patronen liegen nicht linear zur Ladeöffnung !
Praktisch sind seit Jahren die Schaftmaschetten aus denen gradlinig das Magazin bestückt werden kann, ohne die parallele Bereitschaftshaltung der Waffe zu verändern.
Leider leiern diese elastischen Stoffteile schnell aus und die ledernen sind meist der feuchten Witterung nicht gewachsen.
Für teures Geld kann man sich sogn. Stockholder anschaffen und mit Schrauben am Schaft verbinden…aber wer dreht schon gerne Spaxschrauben in den Schaft?
Abhilfe schafft da eine geniale, kleine, billige Erfindung, die im Flinten-ISPC nicht wegzudenken ist, bei den Jägers aber mal wieder unbekannt und allerhöchstens belächelt ist.
Ein kleiner Plastikclip mit Patronenschlaufe wird von der Fa. Höppner und Schumann angeboten.
Spottbillig und unkaputtbar!
Man nehme 4 bis 6 der Clips , verbinde sie in der Schlaufe mit einem klebenden Steg und befestige auf der Rückseite hochwertiges Montageband.
Nun der Schaft fettfrei gemacht und fertig ist ein blitzschneller Patronenhalter für taktisches Nachladen, der zu allem Überfluss auch noch jederzeit rückstandsfrei zu entfernen ist! ![]()
Das man die Dinger auch noch als Putzstockhalter im Schrank,als Mundepot am Riemenbügel für die Saupatronen oder als kongeniale Befestigung des Krähen Tarnnetzes missbrauchen kann, …wird wohl selbst die Erfinder verwundern.
Wer jetzt noch lernen will ,wie er mit solchen und anderen Hilfsmitteln schnell und sicher schießen kann,der besuche unsere Selbstlader und VSR-kurse .
Dort lernt man ,lacht man, schießt viel und kann sogar noch neue hochwertige Waffen ausprobieren
Bunduki
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | Keine Kommentare »
18.7.2011 von Bunduki.
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Es sind gefühlte Dezenien her, als dieses Land noch als Gralswächter der leistungsorientierten Gesellschaft auftrat.
Parteien postulierten „ Leistung muß sich lohnen“, Lehrer und Betriebswirte lobten die Befriedigung durch erbrachte Leistung und selbst Arbeitgeber,wie immer wild auf die Leistung anderer, lockten mit den Verführungen von Leistung in Form von Zuschlägen, besseren Aufstiegschancen und einem hohen Lebensniveau.
Ein dicker Bundeskanzler beschimpfte “sein” Volk kollektiv als Freizeitpark und das Volk fühlte sich schuldig und versprach gehorsam und einsichtig , noch mehr zu schuften.
Scheint vorbei zu sein…
Klar, es wird noch Leistung eingefordert, aber bei Minijobs, 400 EuroTätigkeiten , Dauerpraktika und Leiharbeit vergeht manchem Menschen die Lust an DER Leistung.
Und die sogn.Leistungselite: Die macht sichs einfach.Die blufft, auf Facbook, Twitter und Xing komm raus.
Übernimmt vom Ami den Bachelor, um möglichst ohne langes Studium an die üpppigen Jobs zu kommen, die ihnen Aufgrund ihrer Jugend und der großen, geschulten Consulting-Klappe zugetraut werden.
Braucht’s noch einen Titel, wird kopiert und abgeschrieben,…geht’s in die Hose, hilft das verständnisvolle Network von süffisant lächelnden Studienkollegen ,die noch nicht erwischt wurden.
Sarkasmus mal weg gelassen, fällt es aber gerade bei unserem Sport auf, dass Leistungswille eigentlich nur bei den ehrgeizigen Kaderschützen des DSB vorkommt.
Der deutsche Waidmann ist besonders bescheiden .
Nicht, wenn’s ums Gwichtel beim Bock oder beim schwer erkauften Yukon Elch geht… nein!… wenn’s sich um seine Strecke beim Fasan, bei der Trefferquote am Entenstrich und bei den weit gefehlten Gänsen in der Uckermark, dreht.
Übung mit der Flinte ist für 95% ein Fremdwort; systematisches Training scheinbar eine Blasphemie.
Übt man mal , so im DJV- Stil auf 15 gezähmte Traptäubchen und 15 kastrierte Skeetscheiben die auch noch ohne wesentliche Erschwernis geworfen werden.
Wichtig scheint die Anwesenheit, wie die stilgerechte grüne Bekleidung, zu sein und nicht das Resultat.
Und 15 von 15 sind schließlich 100% Trefferleistung!
Der Jagdparcours, der als legitime und einzig wahre Trainingsmöglichkeit für die Jagd, auftreten könnte, wird von Verbandsseite DJV ignoriert.
Der eigene „Verband“ verabschiedete sich schon vor Jahrzehnten vom Leistungsprinzip und kreierte einen einmalig putzigen Wettkampfstil, der jedem der vorzugsweise (und notwendigerweise) betuchten Mitglieder genügend BussiBussi, wie auch wohlfeile Titel versprach.
Dabei vergaß man in die Satzung sogar das Wort Jugendarbeit einzuarbeiten, was für jeden TipKick-verein in DE eine Selbstverständlichkeit ist.
Man feierte sich „entres nous“ und schoß bei sich zuhause im Flintentechnischen Jurassic Parc.
ZZ und Compak vergaß man vornehm,weil zu anspruchsvoll.
Draußen, in der bösen Welt des leistungsgerechten Jagdparcours, herrschen Engländer, Italiener und sogar Österreicher( in deren Verband übrigens immer mehr „Reichsdeutsche Tiroler“ flüchten)Polen,Ungarn und natürlich “der Russe”.
„Dahoam bleibt Dahoam“ heißt’s selbstverliebt …und vergessen wird dabei: “Dahoam sterben die Leut”…sollte man sich bei dem Altersdurchschnitt auch überlegen.
Nach vielen Querelen, die immer noch nicht ausgestanden scheinen, versinkt der organisierte Jagdparcours ,trotz neuer, seriöser Hoffnungsträger in vornehmes Schweigen.
Kein Wunder also,dass man in Foren und Ständen die Resignation der Schützen fast greifen kann.
„ ich will nur besser schießen…keine Olympionike werden“
„ich will denn aufwendigen Wettkampfzirkus nicht mitmachen „
„ich möchte nur für mich selber sauber auf der Jagd schießen…aber wann bin ich gut und wann nur Mittelmaß?“
Genau! Wann ist ein Schütze gut und wann schlecht?
Im Internet, dem sonderbaren Medium der allwissenden Foren, geistern dann plötzlich Wunderbuben mit lockerer 85% Trefferleistung umher.
Digweed wird plötzlich erreichbar, sieht man Ergebnislisten der „entre nous“ Gesellschaft mit 90 und mehr (v. 100) Tauben.
Und die Selbstbeweihräucherung, wenn gerade mal mehr als 50 Tauben von 100 in einem Spassevent getroffen worden,erweckt schon fast Mitleid.
Im Golf, einem vom Leistungsprinzip her und ansonsten auch sehr ähnlichen Sport, kennen wir das Handikap system.
Auf Parcours nicht anwendbar?
Doch,wenn genügend mitmachen würden.
World sporting handikap
Leider wird aber sogar die Diskussion über ein derartiges System abgelehnt.
Doch der Schütze hat ein Recht, sich zu beurteilen, sich und seine Leistung in Relation zusetzen.
Sei es in Relation zur eigenen Leistung der Vergangenheit oder zur Leistung von anderen.
Für den Flintenschützen stehen Spass und Erfolg an erster Stelle seines Tuns.
Für den Flintenjäger kommt noch die Verantwortung dazu , die er dem Wild gegenüber hat, An erster Stelle steht das Treffen des Zieles! Denn nur Treffen macht Spass!…und ist “Waidgerecht”
Selbst ohne Wettkampfzwang sollte also die eigene Leistung eingeschätzt werden können.
Dazu gehören aber zunächst auch die Abwendung von einigen lieb gewonnenen Schießstand Märchen:
-Ein guter Schütze wird man nicht durch die Menge der verballerten Munition.
-Nicht der „Wagon voll Mun“ macht den guten Anschlag ,sondern die fachgerechte Beratung durch einen Pro.
-Nicht die Abspeckung von Trainingsabläufen oder das Handverlesen von einfachen Einzeltauben, machen die guten Prozente aus ,sondern die Auseinandersetzung mit den ganz persönlichen Fehlerquellen.
-Leistung wird erst im Wettkampf gemessen!
Auch so ein Unsinn, denn er berücksichtigt nicht die häufigen Wettkampf –phobiker, die auf Wettbewerbe mit Schweißausbrüchen und Nervenflattern reagieren.
Nein, das sind keine nervenschwachen Hysteriker und die reagieren auch auf der Jagd nicht so .
Die mögen einfach keinen Vergleich, keine Prüfungssituation oder schlicht keinen protzigen Schw…zvergleich mit nervtötenden Selbstdarstellern .
Also sollte man das Training und dessen Analyse angehen.
Anfänger:
Trainingsrythmus:
Ideal alle 2 Wochen ,realistisch für arbeitende Menschen alle 3 bis 4 Wochen.
Dabei nicht weniger als 150 und nicht mehr als 250 Tauben.
Trockentraining mit Laserpatrone mögl.alle 2 Tage
Ausprobieren von möglichst vielen Spielarten des Flintensportes…Festlegung nach ca. 3/4Jahr
Mindestens 1 mal im ersten Halbjahr professionell unterstütztes Training mit Abmessen von Schaftmaßen, Waffenberatung und Fehler-Analyse des Anschlages und Schwunges.
Ein Trainingssystem sollte individuell erstellt werden.
Mehrere Schießtechniken sollten dem neuschützen gezeigt werden.
ALLE Präsentationen sollten getestet werden, um Schwerpunkte und Veranlagungen festzustellen.
Fortgeschrittener Schütze:
Einmal alle 2 Monate eine gezielte Trainingseinheit mit Dokumentation.
Dazwischen jede Gelegenheit nutzen, Spaß mit der Flinte zu haben..
Professionell unterstütztes Training 1 bis 2 mal im Jahr mit Schwerpunkt der Problemtauben und dem Abbau von Fehlerquellen und Weiterentwicklung der individuellen Schießtechnik.
Nun zur Kontrolle:
Man führe eine Score Card.
Alle 2 Monate (engere Intervalle sind nicht produktiv) schieße man einen handverlesenen
Parcours mit 2 mal 10 Einzeltauben und 15 Doubletten.
Die Präsentationen sollte so ausgesucht werde , dass selbst bei leichter Verstellung der Maschinen kontinuierlich ein gleicher Schwierigkeitsstandard mit ähnlichen Tauben ,langfristig besteht.
Beim Wort „handverlesen“ denke ich nicht an besonders einfache Tauben, sondern einen Querschnitt der angebotenen Tauben. Und besonders der Ziele, die einen eben besonders unsympathisch sind.
Es ist klar, dass die Auswahl immer Standbezogen sein wird
Es sollten bei der Auswahl alle Präsentationen vorkommen:
Crosser rechts,links,Überkopf vorn , hinten, Teal,Chandelle,Segel,Mini,Trap etc.
Die Doubletten sollten aus den genannten Einzeltauben gebildet werden.
Reine Tricktauben kann man separat werten.
Auch kann der Jäger sich seine score card NUR FÜR DIE JAGD anrichten.
Er wird in der Natur selten eine Teal schießen….warum soll er sie üben?
Ob man bei den Einzeltauben den ersten Treffer voll und den zweiten Lauf nur halb anrechnet, bleibt einem selbst überlassen.
Dieses System ist ausschließlich zur Trainingskontrolle vorgesehen. Nicht um Vergleiche am Stammtisch zu ziehen, nicht um im Internet zu prahlen.
Man erhält einen nominalen und prozentualen Schnitt seiner Leistung,aufgeschlüsselt nach Einzeltauben und Doubletten.
Man erkennt, wo Probleme sind und wo Lernbedarf besteht. Ungleichmäßige Leistung, wie sie oft von Schützen beklagt wird, die zwar viel, aber ständig an wechselnden Plätzen schießen werden so egalisiert.
Man kann sich selbst besser einordnen und verfällt nicht in falsche Sicherheit, gleichwohl man auch Selbstbestätigung findet.
Man vermeide jede Art von Leistungsdruck, wenn man diese score card mit Freunden schießt.
So manch einer ist verdeckter Wettkampfphobiker und somit verfälscht sich sein score.
Das ganze dient zur Selbsteinschätzung, führt aber langfristig zur Leistungsverbesserung durch Kontrolle, Erkenntnis, Ehrgeiz und Ehrlichkeit.
Ein Schuft, der behauptet, dass es ihm egal ist, wie gut er schießt und ein dummer Protz der sich selbst und andere belügt.
Yours truly
Alexander
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, Flintenschießen | Keine Kommentare »
25.10.2010 von Bunduki.
Klammheimlich hat sich was getan!
Ausgerechnet die afficionados der kleinen Jagd auf Tauben und Krähen, haben es (in deutschen Maßen) geschafft ,die Selbstladeflinte jagdlich anerkannt zu machen.
Im engen, getarnten Schirm ist kein Platz für ausladenden Bewegungen mit dem langen , kippbaren Feuerstock und das einfach ,lineare Nachladen der Waffe trägt zu den beachtlichen Strecken bei ,die diese Jäger heimtragen.
Ganz nebenbei haben sie auch tarnfarbene Jagdklreidung, modernes Tarnequipment und neue Lockmethoden in unsere Jagd integriert.
Natürlich gibt’s noch immer den lodengrauen Frührentner mit Hausmeistersyndrom,die nachplappernden Besserwisser und die von Löns täglich neu epiphanierten Brauchtumsfatzkes die gegen die Vollernter blubbern.
Doch kommt’s zum Schießen, ist sehr erfreulich zu bemerken, dass jene,die moderne SLFs führen, erstaunlich gut mit ihnen umgehen.
Nun ändert sich auch hier der Markt.
Zwar werden auf des teutschen liebstem Internet-Ramschplatz fleißig Opas brünierbefreite und schaftgesplitterte A5’s angeboten, immer noch werden notorische Klemmer und Hülsenreißer aus dem schönen Anatolien unter allerlei Fantasienamen vertickt und leider wollen einige Kunden nicht erkennen ,dass auch eine SLF Geld kosten muss, um Qualität zu bringen…
…aber die internationale Industrie schert sich wenig um’s deutsche Sparbüchl und fertigt heute eine neue Generation von SLF’s die keine Wünsche offen lässt.
Die 2 Systeme ,Gasdrucklader gegen Rückstoß (inertia) zu vergleichen, hat wenig Sinn .Beide haben sich gleichstark durchgesetzt, sind robust und zuverlässig.
Mag sich der eine am Putzaufwand der Gasdrucklader stören, maunzt der andere beim „gefühlten Scheppern“ der Schlossbatterie des Inertialaders.
Pettitessen! Beide Systeme sind jagd und alltagstauglich, leicht zu schießen und langlebig.
Neue Materialien, Farben und ein oft gewöhnungsbedürftiges Schaftdesign, lassen die neuen SLF’s auffallen im Meer der gleichförmigen Standard-BDFs.
Einziger Nachteil bei dieser Entwicklung sind die Preise.
Eine erstklassige SLF wie die Cordoba oder Montefeltro kostet heute ebenso wie ihr Pendant von Beretta oder Browning soviel wie eine BDF.
Man kann damit leben,wenn man die SLF als vollwertige Jagdwaffe ansieht und nicht als schießendes „Adabei“ für den Schrank.
Hier nun einige Beispiele von SLF angeboten der führenden Hersteller:
Beretta Sonderseite und Standartseite
Galt für mich( und einige andere) bisher der Spruch: Es gibt nur 3 Marken und alle fangen mit B an, muss ich mich heute eindeutig korrigieren.
Franchi kann mit seinen modernen Flinten ohne Abstriche in den Klub der besten SL-Flinten aufgenommen werden.
Franchi und ihre Leichtgewichte
Wer sich nun schon so ein Gewehr gegönnt hat, will vielleicht auch wissen, wie und womit er es noch „tunen“ oder im Zeitgeist gesagt „pimpen“ kann.
Eigentlich kaum.Die guten SLFs ( BBBF ) sind so, wie sie sind perfekt einsatzbereit.
Nur wenige Aftermarket-teile bringen ein mehr an Gebrauchslust.
Das auffälligst Teil ist das Magazin, das von vielen (vielleicht allen) durch ein längeres ersetzt werden könnte.
Dabei stehen die Gesetzte im Weg, denn in diversen Ländern ist, wie bei uns eine gesetzliche Beschränkung vorgeschrieben.
Manche Hersteller richten sich von Haus aus darauf ein und setzen die Kapazität durch „dauerhafte“ Plugs fest (siehe Waffen für Frankreich).

Dennoch kommen über kurz oder lang auch für solche Waffen Mag-verlängerungen auf den Markt.
Bei uns ist es nicht verboten solche Verlängerungen zu benutzen. Auf dem Stand, bei bestimmten Sportarten, wie IPSC Flintenparcours, beim Trickshooting und natürlich auf der Jagdreise in Länder ohne Restriktionen, sind die langen Rohre erlaubt.
Doch wohlgemerkt: auf der Jagd bei uns gilt die strikte Regel fürs Magazin 2 +1.
Und daß unsere Polizeibeamten dies überprüfen und sich damit auskennen, spüren jedes Jahr
einige ganze oberkluge Jäger, die meinen, sich mit Ausreden ,umschaltbaren SLF/VSR oder gestellter Unwissenheit aus der Verantwortung stehlen zu können.
Genau wie das plumpe Vorzeigen einiger alter WE Patronen, zum Beweis auch Gesetzteskonform gehandelt zu haben, genügen die Tricks heute nicht mehr.
Und gut so, denn jeder der sich gegen die Bestimmungen stellt (seine sie auch noch so deppert), demonstriert ein schlechtes Bild von uns allen.
Das Blockieren mit Plugs ist so einfach.
Magazinkappe ab und Plug in die Feder gesteckt, Kappe drauf und fertig.
Meine Favoriten, weil sicher und dauerhaft
Selbst eine mit einer Magverlängerung ausgestatten Waffe, blokiert sich leicht auf 2 Schuß.
Brownells ,Midway und Konsorten liefern lange Plugs und die Werkbank des Bastlers sorgt für Centbeträge für ein solches Ersatzteil aus Holz.
Das lästige Klappern im Magazin behebt eine Dämpfer am Ende des Plugs der im Durchmesser einer Partrone gleicht und den Plug im Magazin fixiert.
Eine solche „blockierte“ Waffe ist aber kaum von Nachteil ,wenn man sich ein wenig trainiert und mit einem Schaftmagazin arbeitet.

Auf der Aussenseite des Schaftes angebracht, mittels Leder-oder Kunstoffmaschette,Montageband oder gleich IPSC mäßig mit Schrauben am Schaft befestigt,lässte ein solche Teil schnelles laden zu.
(Achtung: Bei Ledermanschetten auf wasserresistentes Leder achten)
Die Bewegungen sind linear,die Waffe wird nicht gedreht oder gehoben,sie bleibt in Bereitschaftsposition und kann mit der rechten Hand, ohne hinzublicken, schnell nach, oder zwischengeladen werden.
Mit ein bisserl Übung, ganz legal und erlaubt, kam schon mancher auf die Idee die lange Tüte unter dem Lauf gar nicht mehr zu brauchen.
Das mangelnde Gewicht ,keine Vorderlastigkeit zu haben, wie bei der gewohnten BDF,stört viele Flintenfreunde an der SLF.
Abhilfe schaffen da zusätzliche Gewichte, wie von Briley erhältlich.
Gewichte eignen sich auch als Magazinplugs, wie wir sie im Flintenblog schon vorstellten:
Die Bunduki diät
Eines meiner liebsten Zubehörteile ,ob für Argentinien, den Krähenschirm oder die kalte Winterjagd, sind vergrößerte Bedienhebel (Durchladehebel)
Zu kaufen oder in jeder Metalwerkstatt einfach gefertigt, geben sie ein sicheres Gefühl beim
Laden und entladen ,besonders mit Handschuhen.
Brileys angebot

Zu jeder Waffe gehört ein kleines Sortiment an Ersatzteilen, die man meist nicht braucht, doch wenn man sie benötigt, man sehr froh für die eigene Weitsicht ist.
Man kann aber auch seine Waffe damit auf die entsprechenden Jagdverhältnisse ,sprich Patronen, als auch auf seine persönlich Schießgewohnheiten abstimmen.
Eine Spezialfeder mit Führung aus rostfreiem Stahl für den Gänsejäger mit Meerblick:
Seit Jahren sehr bewährt : SRM Federset
leichter Federn für den „Bolt release“: die Verschlusshalte-taste
Leichte oder schnellere Federn fürs Magazin
ein Alu zubringer
Schlagbolzen und Schlagbolzenfedern für alle Fälle.
Nicht unerwähnt sollten die Putzintervalle für SLF’s bleiben.
Manch ein Gewaltmensch freut sich auf dem Stand prahlen zu können: „ich putz nie!“
Fein für den Trottel!
Ich putz nach jedem Einsatz, sofern Gelegenheit ist,oft schon am Auto.
Zerlegen, mit Bremsenreiniger ausspülen, leicht den Verschluss einölen, zusammensetzen.
½ Stunde wenn’s hoch kommt…nicht länger als die Arie über „nie geputzte Waffe“
die bei jeder Waffe ,ob SLF,BDF ;MG oder Panzer zu Ausfällen führt.
Aber die armen Dödel mit ihren nie geputzten Flinten, brauchen ja schließlich auch ihre 5 Minuten Beachtung ,wenn sie mal wieder ohne Beute am Tisch sitzen…
Damit ausgestattet, sauber und trainiert, sollte Ihre Flinte ihnen viel Freude auf den Herbstjagden machen.
Waidmansheil und gute Schuß
Yours truly
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre | 1 Kommentar »
19.5.2010 von Bunduki.
Frühlingszeit ist die beste Gelegenheit mal wieder auf die Waage zu sehen.
Erschröckliches zeigt sich da oft bei uns.
Resultat: wir sind unzufrieden mit der Gewichtsverteilung, werden übellaunig und futtern noch mehr.
Sehr oft ist’s aber gar nicht so schlimm und der fette Obelix wird von seiner Umwelt eben wirklich nur als stattlicher Athlet gesehen.
Zugegebenermaßen ist mir noch nie passiert…aber die Hoffnung stirbt später, als alle Diäten.
Bei unseren Flinten ist’s mit dem Gewicht ebenso subjektiv.
Der eine mags mehr vorderlastig,der andere mit mehr Gewicht im Hinterschaft.
Man weiß nicht so genau , ob der Standnachbar nicht doch recht hat ,wenn er posaunt : “nur die vorne schweren Flinten laufen”.
Ausprobieren mit der eigenen Waffe wär halt schön.
Und das sollte bezahlbar bleiben.
Nun versteh ich nicht so viel von Diäten und zielgerichtetem Abnehmen,wie jeder, der mich kennt, weiß.
…Aber von Flinten hab ich rudimentär Ahnung.
deswegen war ich froh als ich ein unscheinbares Produkt bekam, dass die gezielte Gewichtsverteilung und das preiswerte und
spielerische Probieren ermöglicht.
Zwei Typen von mit Gewichten befüllte Röhrchen liegen vor mir.
Die einen in 20g Schritten schwerer werdenden ,sind schlank und können zum Ausprobieren mit duct tape leicht am Lauf rückstandsfrei befestigt werden.
Einfach und genau kann ich feststellen, wie sich mein Schwung mit dem Zusatzgewicht verändert.
Die zweiten Röhren sind ebenfalls mit Gewichten gefüllt,schwerer in 50g Schritte,können aber wohl auch “auf Maß” befüllt werden.
Sie haben ca Zoll Durchmesser und sind so leicht in der Bohrung eines BDF Hinterschaftes unterzubringen.
Ein Distanzstück aus Pappe reicht,das Teil zur Schaftkappe zu fixieren .
Die Teile sind mit Gummi ummantelt sodass sie im Gegegensatz zu den mit Klammern zu befestigenden Teilen des derzeitigen Zubehörmarktes (z.B.Briley) den Lauf nicht zerkratzen können.
Egal wie und wo man Gewicht einsetzen will,hiermit ist leicht zu simulieren und Gewichtsverteilung umzusetzen.
Dies ohne hunderte von Euro , ohne Büma Umbau und für jede Waffe.
Eine feine kleine Sache, so eine Flintendiät
Yours truly
Bunduki
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | Keine Kommentare »
19.2.2010 von Bunduki.
I did it my way…! Sang schon Sinatra und recht hatte er.
Je mehr man über Waffen lernt , desto mehr man bewusst schießt , jagt und natürlich Fehler macht, sucht man Fehlerquellen.
Die größte , sich selbst, kann man mit systematischem Lernen, Training und Selbstdisziplin verbessern…bleiben tut aber noch das vermaledeite Material.
In einem der letzten Blogs sahen wir den Zusammenhang und die Parallelen bei Büchsen und Flintenschäften und mussten erkennen ,dass wenn beide Schießarten gut ausgeführt werden sollen ,auch Schaftmaße angeglichen werden müssen.
Da nun die Zeiten sind, wie sie nicht sein sollten, Geld nur selten im Überfluss vorhanden ist ,Schäfter und neue maßgearbeitete Schäfte aber viel Geld kosten, hier nun ein paar kleine Tipps, wie der halbwegs handwerklich begabte, sich seinen Schaft individualisieren kann und /oder sich die Grundmaße für den passenden Büchsen oder Flintenschaft erarbeiten kann.
Zunächst das wichtigste:
Um den Schaft anzupassen, damit sich die ganze Arbeit lohnt, sollte auf jeden Fall ein brauchbarer Anschlag und eine Trefferquote von mindestens 70% im Parcours erreicht sein.
Solange schwere Fehler im Bewegungsablauf vorhanden sind, lohnt sich weder Bastelarbeit noch der Gang zum Schäfter.
Das einzige was erreicht würde , wäre ein halbherziger Versuch Fehler des Schützen mittels eines somit falsch dimensionierten Schaftes für alle Zeit zu manifestieren.
Wie und womit gemessen werden kann, dazu gab es schon diverse Artikel im Blog.
Hier einer der zu den nachfolgenden Arbeiten passt.
Das „Schaftbasteln“ geht mit vielen Schießstandbesuchen einher. Immer wieder, werden neue Formen oder Längen ausprobiert und analysiert.
Somit ist auch wichtig, nach jeder Veränderung des Schaftes, die gleichen Taubenpräsentationen oder bei der Büchse die gleichen Schießweisen anzuwenden.
Manchmal ziehen sich solche Experimente über Monate hin, manchmal gerät man in eine Sackgasse, wo nur noch der professionelle Rat eines Schießlehreres hilft…
Fängt man jedoch gleich vor der Bastelei an, sich professionellen Rat zu holen, kann man sich so einige Umwege, auch in der Bastelei, sparen.
Gute Hilfe, wenn der Schießstand nicht gleich um die Ecke liegt, bieten Laserpatronen und Laufeinsätze wie hier beschrieben.
und hier noch die „Weiterentwicklungen“
Man sollte nicht auf die Zeit achten und penible Milchmädchenrechnungen erstellen, ob und wie viel man nun gegenüber dem Büchsenmacher spart.
Es geht um das praktische Erfahren der Umsetzung von Bewegung in technische Daten und dieses sich „in die Waffe einfühlen“ , macht Heidenspass und am Ende ist man unglaublich stolz auf „seinen Schaft“.
Es geht um “learning by doing”
Denn die Erkenntnisse die man gewann, erreichte man durch persönliche Erfahrung, die wiederum unbezahlbar ist.

Da sich die Anschaffung eines wirklich universellbaren Schaftes nur für wenige Profischützen und Fitter lohnt,ist der Weg zum Do it Yourself ,gerade bei bescheidenem Budget, nicht abwegig.
Nun also los mit der Arbeit!
Zunächst sollten man festlegen, womit gearbeitet werden soll.
Ein wertvoller Schaft an der Waffe, sollte nicht mit Feilen und Sägen maltretiert werden, wenn das Ziel nicht genau feststeht und/oder die Fachkenntnisse des Hobbybastlers noch nicht so ausgereift sind.
Ideal ist ein preiswerter Ersatzschaft. An ihm kann gefeilt und geraspelt werden, ohne dass Schaden entsteht.
Erhältlich sind Gebrauchtschäfte für fast alle Waffen bei den Auktionshäusern, bei Schäftern, Bümas und Schießschulen.
Oft sind dies hemmungslos gekürzte Schäfte, manchmal auch nagelneue Fabrikschäfte mit Standartmaßen, deren Besitzer sich schon einen Maßschaft hat machen lassen.
Natürlich können Ersatzschäfte aller namhaften Hersteller, über den in- und ausländischen Fachhandel bezogen werden.

Im Bild zwei Schäfte :
links neu Parallelschaft für Browning (neu 120 Euro gebr.ca 40 euro)
rechts gebrauchter Trapschaft f. Browning,Miroku (neu 360 Euro gebr.ca 50Euro)
Bevor es ans Grobe geht, hier einige praktische Hilfsmittel, die kleine aber wichtige Veränderungen hervorrufen, ohne dass dabei große Büma-arbeit notwendig wird und die
oft schnelle und einfache Hilfe bringen.
Für Ausbilder sollten diese Dinge Standart sein.

Combraiser erhältlich bei Flintenservice
Gummiausführung braun pro Stck 18.50 Euro erhältlich in 5mm,10mm,und 15mm Höhe
Lederverkleidet pro stck 25.-Euro
Ein sogn.Combraiser aus Gummi erhöht Ihren Schaftrücken in verschiedenen Stufen ab 5mm.
Wer „nur „ dieses Problem hat, der kaufe sich einen mit Leder überzogenen und spare sich weiter Arbeit.
Die Combraiser befestigt man mit Montageband aus dem Baumarkt.
Um die Schaftlänge zu variieren, braucht’s eine passende Schaftkappe.
Doch bis man das richtige Maß ermittelt hat, genügen einfache 2mm starke Holz-,Plastik- oder Leder-Schablonen, die man untermaßig dem Schaftprofil anpasst und nach und nach ans Schaftende schraubt.Voraussetzung sind entsprechend lange Schauben.
Durch Beilagscheiben oder halbierte Schablonen ist auch ein passender Pitch zu simulieren.
Auch ein Schaftschuh,also eine Manchette die man übers Schaftende stülpt, hilft,denn im Inneren kann man unterschiedliche Längen und Pitches durch Einlagen simulieren.
Aber nicht vergessen.Diese Hilfsmittel verbreitern auch das Schaftende!
Damit man auch mit einem solchen Provisorium aus Unterlagscheiben Schießen kann, ohne Hängen zu bleiben, verkleide man das ganze mit ordinärem Duct tape.
Und schießen müssen Sie mit Ihren Basteleien solange, bis sie einen Vorteil oder Nachteil in Ihrer Schußleistung erkennen.
JEDE Veränderung die am Schaft vorgenommen wird, verbessert die Trefferquote oder verschlechtert sie.
Auch singuläre kleine Veränderungen haben ihre Wirkung ,wenn sie zeitnah zum Umbau getestet werden und dem Körper keine Zeit gegeben wird sich auf fehlerhaftes Schaftmaterial einzustellen.!
Etwas ruppiger sehen die Arbeiten aus, wenn Senkung vom vorhandenen Schaft weggenommen werden soll. Jetzt kommen raspeln und Feilen zum Einsatz.
Bitte Vorsicht walten lassen und in kleinen Schritte arbeiten!
Nach dem gefeilt und geraspelt wurde, verkleiden sie die raue Arbeitsebene des Schaftes am besten mit glattem Klebeband wie z.B.Aluband. Das führt dazu, beim Anschlag kein zu exotisches Gefühl an der Wange zu haben.
Robustes Aluband hat sich auch dort bewährt, wo Schäfte im Finish reastauriert werden und man die Fischhaut „schleiffest „ abdecken will.
Einem Schaft mehr Substanz in der Breite zu geben oder auch den Schaftrücken aufzubauen und ihn gleichzeitig mit Schränkung zu versehen , ist ein leichtes mit Spachtelmasse.
Holen Sie sich aus dem Auto- oder Bastelzubehörgeschäft schnell bindende Spachtelmasse.
Damit den „Schaft zu formen“ ist kinderleicht.
Tragen sie Schichenweise auf, wo sie es für nötig halten und nach dem Aushärten bearbeiten/glätten Sie das ganze auf die gewünschten Maße und Formen.
Vergessen Sie auch nicht: mit dieser Methode ist es sehr einfach, sich einen fast orthopädischen Pistolengriff nach Gusto zu gestalten.
Fingerrillen, Handschweller …nix ist unmöglich.
Spachtelmasse ist leicht zu bearbeiten , Feinarbeiten sind, ebenso wie das Grobe, kein Problem.
Halten sie genügend Schleifpapier vorrätig und einen kräftigen Staubsauger für die unvermeidliche Sauerei.
Verkleiden Sie den Schaft nun mit Tape, um eine angenehme „schiessbare „Oberfläche zu erhalten ..
Gerade Schützen die ihre SLF mit Kunsstoffschaft auch an opassen wollen ,stießen bisher mit den mitgelieferten Shims (den Zwischenstücken zum Systemkasten) an die Grenzen.
Spachtelmasse,Epoxidharze und Epoxigfüllmassen helfen hier gewaltig,weil der Veränderung des Schaftes keine Grenze mehr gesetzt ist.
Diese Bastler unter den Schützen, verkleiden Ihren mit Spachtelmassen auf Maß gebrachten Holz oder Plastik-Schäfte mittels Epoxiharzen und Glasfaser-, Kohlefaser- oder Aramidgeweben.
Nach einer recht stinkigen Schleiforgie,in denen die aufgetragenen Gewebe geglättet werden , geht dann meist ein Künstler mit der Airbrushpistole ans Werk.
Nicht jedermanns Geschmack , aber eine kostengünstige Variante sich einen SEHR individuellen Schaft zu formen und gestalten.
Formen, Farben, Oberflächen …ohne Grenzen
Der Umgang mit Epoxiharz will jedoch vorher ausgiebig geübt sein. Dosierungen und Gebrauchsanweisungen sind genau zu beachten.Eine exakte Feinwaage unumgänglich!!
Wer dem ganzen einen gewissen militärischen Chick geben möchte oder zu den men in black gehört ,der hat neuerdings die Möglichkeit mittels eines einfachen (wenn auch nicht billigen) Sprays eine sehr robuste Gummischicht nahtlos auf den Schaft aufzutragen. Das Wundermittel heißt Plasti Dip Spray oder in der Dose schlicht Plasti Dip und ist bei einem großen deutschen Ausrüster für Elektronik und Bastelbedarf zu haben.Lt Firmenangaben eine doppelt so hope Durchschlagsfestigkeit wie Schrumpfschlauch,was den Schaft extrem robust macht.
Der letzte Bereich ,vor und während des Schießens, ist die mysteriöse Balance einer Flinte.
Gemeint ist hier nicht der faktische Schwerpunkt, der leicht festzustellen ist ,sonder das ganz persönliche Gewichtsempfinden einer Waffe durch ihren Schützen.
Ist der Schaft zu schwer, die Waffe also hinterlastig, nimmt man einfachst Holz aus dem
Schraubenkanal weg.
Dazu bietet der Heimwerkerhandel diverse Raspeln und auch praktisches Gerät für die
haushaltliche Bohrmaschhine an.
Etwas Gewicht dazu zugeben ist auch nicht schwer. Ein Leinensäckchen mit Bleischrot gefüllt und innerhalb des Schraubenkanals mit abgelängtem Baustyropor fixiert, erfüllt den Zweck.
Im hohlen Plastikschaft sollte solches Zusatzgewicht natürlich mit Bauschaum gesichert werden.
Wer mehr Flexibilität haben will , der baue sich ein simples Balance-system selbst.
Man nehme eine Papprohr, das in dem Schraubenkanal passt, verfestige es außen mit Epoxiharz und Glasfasermatte um einen satten Sitz zu erreichen.
Um besonders viel Gewichts-Spielraum zu erreichen , kann man den Kanal noch aufweiten.
Die Röhre nimmt nun die besagten Leinensäckchen mit Bleischrot auf ,die in der Hülse wiederum mit Bauschaum ,Silikon oder Baustyropor fixiert werden.
So kann das Homemade -Balance-system jederzeit entfernt werden oder mittels neuer Säckchen schwerer oder vice versa leichter gemacht werden.Selbst die Lage des oder der Gewichte/Säckchen ist mittels Silkonspritze leicht und variabel festzulegen.
Beim Probeschießen begnügt man sich nicht mit einigen Schüssen auf die Standard- Traptaube.
Nachdem Sie zuhause alles mit der Laserpatrone schon überprüft haben, folgen nun die Kontrollschüsse.
Besuchen Sie zunächst die Anschussscheibe, um den Sitz der Schrotgarbe zu ermitteln und somit festzustellen ob Ihre Senkung und Pitch nach der Vorarbeit mit dem Laser stimmen.
Schießen Sie auf unterschiedliche praktische Entfernungen ab 10 m auf die Scheibe und kontrollieren sie den Sitz der Garbe.
ZIELE Sie nicht sondern gehen sie aus der Grundhaltung in den Anschlag und schießen Sie ohne „Kopfpositionierungsgewackel“ in einer zügigen Bewegung.
Schießen sie mehrmals und um sich selbst auszutricksen, lassen sie sich von einer Hilfsperson ein Schusskomando geben.
Vergessen Sie nicht das gerade erfarene Schützen dazu neigehn ,sich schon nach wenigen Schüssen auf eine neue Flinte einzustellen.Die Adaptionsfähigkeit von guten Schützen ist nicht zu unterschätzen!
Führt dies zum gewünschten Ergebnis, geht die Reise weiter.
Bei jagdlich und im Parcours genutzten Waffen, sollte man nun erst Überkopftauben schiessen ,um die Schaftlänge zu kontrollieren.
Ist der Schaft zu kurz rutscht der Kopf nach vorne , die Schulter heben sich grotesk und es sieht so aus, wie es eben auf deutschen Schießständen oft aussieht: traurig
Ist der Schaft zu lang sieht’s genauso traurig aus, aber die arme linke Hand verliert den Kontakt und die Führung zum Vorderschaft, der Kopf seine Position am Schaft, der ganze Körper verbiegt sich wie eine Banane und das Ziel ist auf und davon.
Die richtige Schaftlänge liegt dort, wo weder Rücken noch Schulter sich verbiegen, der Kopf elegant am Schaft bleibt und die linke Hand ihre Führung bis zum Ende nicht verliert.
Ist man auch hier zufrieden, geht’s zu den Quertauben.
Schießen Sie ruhig und konzentriert mit festem Auge auf den Zielraum.
Schießen Sie ohne Zögern und Nachbesserung der Kopfhaltung.
Bei diesem ersten Kennenlernen und Eruieren des Schaftes ist es nicht verkehrt, jemand kundigen zur Seite zu haben, der einem beim Schießen über die Schulter schaut und auf Anschlagfehler aufmerksam macht.
Haben Sie niemand, dann hilft vielleicht Technik: Lassen sie sich von hinten mittels Handy filmen.
Auch bei Quertauben sollte Schulter und Rücken eine Symmetrische Figur abgeben.
Abstraktes Verbiegen und Schultersenken nach einer Seite führt zum Führungsverlust des
Zielauges (Kontakt des Wangenknochens mit dem Schaft).
Stimmt auch hier alles , stellen Sie das Gewehr eine Woche in den Schrank und nutzen es dann zu einem ganz normalen Schießstandbesuch.
Schießen sie nun ihre Durchgänge wie gewohnt. Haben Sie alles richtig gemacht, sollte sich nun eine Stabilisierung Ihrer Trefferquote einstellen.
Die nun gewonnenen Schaftmaße können sie dann getrost Ihrem Schäfter übergeben.
Dies ist sicher nicht der kürzeste Weg zum Maßschaft , aber einer der dem selbstkritischen Schützen sehr viel über sich selbst, seine Fehler und Eigenheiten verrät, der den Hobbybastler befriedigt,den Geldbeutel schont und vor allem einem in langen Wintermonaten eine intensive Beschäftigung mit den Themen Flinte , Treffen und „Warum?“ beschert
Yours truly
Man muß nicht tief in die Tasche greifen um einfachste Geräte zur Schaftvermessung zu bekommen.
Manchmal tun es ein Lineal,ein paar gummibänder und ein wenig Phantasie.

A u. C Senkungslehren
B Winkelmesser für Pitch mit Senkungslehre A
D Metermaß
E Moosgummiunterlagen zur Erhöhung
F Combraiser
G Gewehrwiege
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre | Keine Kommentare »
1.12.2009 von Bunduki.
Eine der häufigsten Fehler beim Flintenschießen ,ist das Anheben des Kopfes beim Schwung.
Geht der Kontakt zwischen Wangenknochen und Schaftrücken verloren,ist Treffen ausgeschlossen.
Warum der Mensch so gern den Kopf hebt, wenns interessant wird?
Weil das Strecken des Halses ein Erbe unsere Vorfahren ist, die sich größer machen wollten, um mehr von Beute oder Feind zu sehen.
Das ist so sehr in uns verankert , dass wir selbst am PC einen langen Hals machen, wenn’s besonders wichtig zu sein scheint.
Gerade dies ist aber beim Flintenschießen so unpraktisch, wie falsch.
Zur Erinnerung zwei Bilder, die zeigen wie das richtige Zusammenspiel zwischen Zielachse und Augenposition gedacht ist.
Wer mich kennt( oder glaubt zu ahnen wie ich bin), weiß ,wie sehr ich mich über dummdreiste Allgemeinplätze ala „ wenn man drauf ist, ist man drauf“ belustieren kann.
Deshalb heute auch der Titel „Schaft bleibt Schaft“, den man in letzter Zeit immer wieder
von besonders erfolgreichen Schnäppchenjägern auf dem Schießstand hört.
Da wird eine olle volksgefertigte Querflinte angeschleppt, Brünierung halbwegs in der Schorfheide geblieben, Holz eher schmierig als attraktiv und der Schaft ein Stummelwerk von 32cm Länge, dass nun einem Schützen von 1,90 als edle „Waffe der Väter“ dienen soll.
Auf die Frage, wie sich denn mit so was schieße, kommt dann oft der Hinweis ,dass der gute alte Erbschafts-Drilling oder Schulungs- Repetierer ja auch nur so einen kurzen Schaft habe und damit gäbe es nie Probleme auf der Scheibe.
Und alle anderen aus Kurs ,Stammtisch und Internet hätten einen ja auch ob des tollen Kaufes schon gelobt.
Im Übrigen: “auf der Jagd treff ich immer und …echte Jäger müssen nicht üben!”
Das mit den kurzen Schäften (der andere Blödsinn leider auch) ist so verbreitet , dass wir uns heute mal die Wechselwirkungen Flinten- und Büchsenschaft und Treffen näher ansehen wollen.
Leider stimmt es, dass sehr viele Kugel- und kombinierte Waffen viel zu kurze Schäfte haben, trotzdem aber keine Probleme beim Einschießen, Kontrollschießen oder auf der Kanzel entstehen.
Leicht verständlich:
Sitzend aufgelegt und mit Sandsäcken fixiert, ist Kopf und Schulterposition schnurz.
Übernimmt man diese Position auch in der Kanzel…gibt’s auch keine Probleme.
Schwierig, bis unmöglich wird’s, wenn’s an den schnellen ,beweglichen Schuß geht.
Hier knallen ZF-Okulare plötzlich an Augenbrauen, Kieferpartien bekommen eine lustige Rötung und die Schultern der Schützen nehmen ein herbstliches Blaubraun an.
Ein Besuch in einem modernen Schießkino zeigt oft einen verheerenden Wissenstand und Umgangsformen mit der Büchse beim schnellen Schuß.(Vom Niveau einiger Jungjägerkurse wollen wir dabei lieber schweigen)
Da werden hemmungslos alte Repetierer mit hochstehenden Zielfernrohrmontagen und sogar Stecherabzügen hervorgekramt und als „die Drückjagdlösung“ gepriesen.
Noch schlimmer diejenigen, die mit des teutschen Lieblingsprüfungswaffe, dem Drilling erscheinen und nun allen Ernstes behaupten, dass eine halbherzig flintenverschäftete, aber mit SEM- hochmontiertem 8×56ZF versehene Waffe, mit EINER Hochwildpatrone,EINEM notorischen Querschläger FLG und EINEM Schonzeitkügelchen ein adäquates Drückjagdgewehr sei…
…nur weil Opa Hubertus den Prügel schon in Rominten auf Trappen schoß…
Um das ganze zu veranschaulichen, hier mal ein Bild einer typischen deutschen Jagdwaffe.
Die Senkung dieser Waffe ist auf den Schuß mit der offenen Visierung abgestimmt.Ein schneller Schuß ,das Mitfahren ,der Schwung der Waffe mit dem Ziel ist möglich, ohne den Kopf aus der Idealposition zu heben.
Ergo keine blaue Schulter,aber auch eine schnelle Zielverfolgung und eine natürliche unverspannte Schußabgabe.
Probieren Sie’ s mal aus im Schießkino…
Doch das Zielfernrohr verändert den Anschlag.
Die Bauhöhe (Montage) ist abhängig vom Objektivdurchmasser.Dies berücksichtigt, adieren sich viele unnütze Millimeter zur Senkung.
Dazu kommt die böse Paralaxe.
Diese ist nichts anderes, als die Ausrichtung aller Linsenzentren ,optischen Schnittpunkten, Absehen , des Zieles und desAuges in einer exakten ,geraden Linie .
Sieht das Auge nicht gerade innerhalb sehr engen Toleranz dieser Linie entlang, verschieben sich die Treffer.
Ergo ist das Auge gezwungen, GERADE durchs ZF zu sehen.
Da dies aber weit über der natürlichen Position des Kopfes AM Schaft ist (bei den meisten Büchsen) schwebt der Kopf beim Zielvorgang und Schuß seitlich über und neben dem Schaft.
An diese Position sind tausende von Schützen gewohnt und nehmen sie kaum oder gar nicht als Fehler war.
Warum?
Weils FUNZT!
…und weils nicht auffällt,es sei denn, man versucht so auch noch Flinte zu schießen.
Aber es ist weder ideal, noch wünschenswert .
Aus verschiedenen Gründen:
Zunächst ist die Kopfposition nur aus der Gewohnheit und der optischen Fixierung zur Visierachse (ZF einblick) positioniert ,wird aber nicht durch eine Schaftanlage gestützt.
Ferner ist diese Position instabil und überanstrengt die Nackenmuskulatur, die eigentlich beim Schießen idealerweise gar nicht belastet werden sollte.
Bringt die typische “Safari-Nackenzerrung”, welche durch diese Haltung UND eine dicke Portion Stress hervorgerufen wird.
Für die Drückjagd kommt noch ein weiterer Nachteil hinzu.
Diese Position ist langsam und inakkurat.
Liegt der Kopf am Schaft fest an, schwingt dieWaffe ohne Verzögerung.
Liegt er nicht an, schwingt einmal die Waffe und zum zweiten versucht der vom Schaft „abgekoppelte“ Kopf , mittels des engen paralaxe-gebundenen ZF – Einblickes die Bewegung parallel mitzumachen.
Besonders dramatisch tritt dies bei besonders billigen Massenprodukten östlicher Fertigung zu Tage,denen man einen Pseudo Safari-Schaft verpasst, ein billiges Battueschienenimmitat draufpappt und das ganze als Drückjagdwaffe an den unbedarften Käufer bringt.
10 cm Senkung zur offenen Visierlinie !…was soll da noch montiert werden? …und wie soll da noch getroffen werden?
Darüber mal in Ruhe und mit der gewohnten Büchse in der Hand nachgedacht und plötzlich werden die heimlichen Fehlschüsse oder schlechten Treffer auf der DJ verständlich.
UND es schließt sich der Kreis zum Flintenschusses.
Wer viel Büchse schießt , gewöhnt sich natürlich eine „Waffen/Kopf-haltung „ an, die seinem “Zielbild Büchse” entspricht.
Steigt er auf Flinte um, versucht er ungewollt, immer wieder in den alten Büchsenmodus zu wechseln.
Unterstützt wir er dabei vom o.g.Erbe der Höhlenväter, die das Heben des Kopfes erfunden haben.
Im Umkehrschluss (der leider nicht sehr häufig vorkommt) bemerkt man bei reinen Flintenschützen eine körperliches Unbehagen beim Büchsen-schuß ,wenn der gewohnte Kontakt Schaft<> Kopf fehlt.
Das kann dazu führen ,dass der Flintenschütze verächtlich das ZF vom Gewehr reißt und nun mit sichtlichem Wohlgefühl per Kimme und Korn andere Schützen im Schießkino in die hinteren Plätze verweißt.
Der gute Flintenschütze wird immer leicht auch ein guter Büchsenschütze auf bewegliche Ziele werden.
Der Büchsenschütze mit dem oben beschriebenen, nicht an den Schaft gekoppelten Anschlag, wird sehr viel Mühe und Probleme haben auch ein nur halbwegs akzeptabler Schlumpschütze mit der Flinte zu werden.
Das die Schäftungen keine europäische Macke sind, zeigen auch die Bilder der US Waffe
(Rem 7600) die zwar als „Bruschgun“ ausgelegt wurde, aber immer noch ein wenig Hilfe in der Schaft Höhe mit ZF verträgt.
Die Hilfe zur Verbesserung soll keine Hohelied auf den Maßschaft werden!
Dies wäre zwar nicht verkehrt, aber ein extrem teurer Spass.
Hilfe gibt es in vielfältiger Form.
So ist die Auswahl des Zielgerätes wichtig!
Ghostring und/oder offene Visierung idealerweise mit Battueschiene oder Pyramidenkimme sind beim Schuß auf moderate DJ-Entfernung keine schlechte Wahl ,wenn Augen (Augenkorrektur/Brille) und Übung dies gestatten.
Zielfernrohre mit großen Objektivdurchmessern sind nur sehr hoch zu montieren,bringen aber bei DJ keinen Vorteil.
Im Gegenteil: mit Ihren hohen Vergrößerungen schränken sie das Zielbild unverantwortlich ein.
Variable Zielfernrohre im Vergrößerungs-Bereich 1-2,5x scheinen besser geeignet und können,da der Opbjektivdurchmesser dem Mittelrohrdurchmesser entspricht, auch niedrig montiert werden.
Hohe Montagen sind ebenfalls hinderlich.
So bequem einige dieser feinmechanischen Meisterstücke auch sind, niedriger als Weaver oder Picantinny-schienen geht’s kaum.
Wer nun schon auf den unteren Vergrößerungsstufen ist, sollte auch mal ein Dot visier ausprobieren.
Davon gibt es in der Zwischezeit jede Menge Variationen.
Allesamt sind leicht und extrem niedrig zu montieren.
Gemeinsam haben sie alle ihre Paralaxenfreiheit !
Ein wichtiges Element,da es eine der häufigsten Fehlerquellen eliminiert !
Standard - Dots haben keine vergrößernden Linsenelemente: grobgesagt nur ein Spiegel ,Schutzlinsen und Leuchtelement;
Hier heißt es ausprobieren und zu testen welches Gerät den Sehgewohnheiten des Schützen am nächsten kommt.
Vielfältig sind die Systeme und verwirrend die Preise.
Hilfreich ist der Besuch von IPSC sportlern ,die hier eine Vielfalt an Geräten demonstrieren können.
Ausserdem sind meistens nette Leut’, die auch mal ausprobieren lassen.
Nicht jedes technische Gimmick ist sinnvoll, aber jedes hat seinen Preis!
Gute Dots müssen nicht teuer sein, aber schlechte sind immer billig.
Abseits der Wahl der Zieloptik, sollte man auch eine Modifikation des Schaftes überlegen.
Optimal ist natürlich ein höhenverstellbarer Schaftrücken, welchen verschiedene Schäfter bei uns und im benachbarten Ausland zu vertretbaren Preisen anbieten.
Diese Art -Schaftrücken sind als Zubehör selbst für Kunstsoffschäfte günstig erhältlich.
Hier macht sich positiv der Einfluß des Sportschießens und des US Marktes auf unsere jüngeren Jägergruppen (die auch Käufergruppen und sogar Sportlergruppen sind!) bemerkbar.
Ganz einfach und simpel , preiswert und schnell bekommt man eine Schafterhöhung vom kundigen Büma verkauft.
Diese ist aus Gummi, wird in Spanien von der Fa.JABA in verschiedenen Höhen hergestellt und ist bei uns in der Standard ausführung in Gummi in 5,10 und 15mmHoheschritten erwerbbar.
Die mit hellem oder dunklem Leder verkleidete gibt es ebenfalls nur bei uns.
Auch aus Amerika kommt der Trend der Schaftmanchette, die zusätzliche Munition bereithält ,aber auch eine Schafterhöhung bieten kann.
Sattler in DE sind heute froh, auch mal so einen Auftrag zu erhalten und liefern nach meinen und den Erfahrungen meiner Kunden gute Arbeit.
Geschmack ist immer was persönliches…Fehlschüsse auf Wild weil der Schaft nicht passt und man zu schrullig ist Fehler zu beheben haben nichts mit Geschmack, sondern mit Verantwortungsbewußtsein zu tun.
“Beware of the man with only one gun“
Ein alter Wildwestspruch der große Wahrheit besitzt, denn jemand der nicht dauernd seine Waffe wechselt, gleichwohl mit ihr fleißig übt, wird es zu großer Kompetenz mit eben dieser Waffe bringen.
Unsere Jagd ist zu reich, um sie nur auf Büchse oder Flinte zu beschränken.
Doch beides erfordert Übung und den Einsatz optimierter Waffensysteme.
Überdenken Sie ihre Drückjagdwaffe und optimieren Sie somit auch ihr Flintenschießen.
Denn nichts ist erfolgreicher, als „EIN perfekter Anschlag“
…und der kostet kein Geld …nur Nachdenken, ein wenig Phantasie und Üben,Üben,Üben….
Yours truly
Als Anhang und Inspiration hier einige Links:
comb raiser:
preiswert und einfach
in DE über Fritzmann erhältlich
kompletter Umbau von Büchsen und Flinten in Rekordzeit
auch viele Bümas und Schäfter in Deutschland und Austria nehmen sich gekonnt des Problems an.
Wer sich umhört ,bei den jungen wilden Waffenbauern ala BixnAndy und Pete Lincoln von Roedale wird viel Verrständnis finden.
Und selbst die großen (ehem.)Waffenfirmen in DE bieten (oftmals ganz verschämt) sogar den verstellbaren Schaft als Zubehör an.
Noch’n Spruch :wer mißt ,hat mehr vom Schießen…nämlich Treffen
Mit wenig Aufwandt und ein bisserl Phantasie bei der Auswahl der Zieleinrichtung, erreicht man für sehr kleines Geld eine auf den freihändigen Schuß optimierte Büchse mit der gewohnten Senkung der Flinte.
So bleibt der Kopf sowohl bei der Büchse wie der Flinte in der richtigen Position am Schaft und Umstellungsprobleme entfallen.
Genau wie vermeidbare Fehlschüsse.
Yours truly
Geschrieben in Büchsen und Kurzwaffen, Bundukis Flintenlehre | 5 Kommentare »
8.8.2009 von Bunduki.
Zwei Jahre gibt’s den Flintenblog nun.
Zwei Jahre Ärger mit Nörglern, Freude mit Freunden, Herzlichkeit von Fremden und immer wieder Fragen, Fragen, Fragen.
Nun wissen alle, die mich persönlich kennen und auch die, die den Blog aufmerksam lesen, dass ich Firmenbezogene Ratschläge ( Kaufen Sie die neue „Fips2 excalibur mit Trefferklingel“) grundsätzlich nicht gebe.
Dennoch ist eine der meist gestellten Fragen die, nach der Grundausstattung und des Einstieges.
Auch wenn damit meist die Waffe gemeint ist, wäre mit der Nennung einer Waffe das Thema nur sehr unvollständig abgehandelt.
So kam mir die Idee, das ganze mal als “Jungjägerpaket” zu schnüren…
Sie kennen diese Angebote ja …
Man nehme eine Flinte, die sich schlecht verkauft oder bei der man keine Rabatte geben möchte und legt ein paar Glasperlen für die Eingeborenen bei.
Billiges Putzzeug, ein schrabbeliger Koffer und ein Gehörschutz dritter Wahl und fertig ist das Sonderangebot , welches sich kaum von den Geschäftspraktiken früher Forscher unterscheidet, welche sich mit ein paar ranzigen Floh-Decken und ein bisserl Glitzerkram die Wegbeschreibung zum Orinocco vom Indio erfeilschten.
Da ich hier nun nix verkaufe , auch nicht Rabatt gebe ,dachte ich, vielleicht auch so ein Paket ,aber auf meine Art , zu schnüren und mal sehen wie’s angenommen wird.
Da ich nicht zum Orinocco will, der Leser auch kaum Indio sein wird,lass ich also die Glasperlen und das theatralische Geschmus weg und sag, was ich für notwendig halte, um in dieser Jagd- und Sportart gut anzukommen.
Nehmen wir mal den typischen Jungjäger als Zielgruppe.
Gerade fertig mit der Prüfung, oder kurz davor, überlegt er sich wie’s nun, mit der Jagerei weitergehen soll.
Wenn er nicht von dilletierenden Ausbildern vollkommen für’s Flintenleben verdorben ist, möchte er gerne weitermachen…aber wie?
Flinte kaufen und los?
So einfach ist das nicht. Jagdmöglichkeiten und persönliche Vorlieben, Zeit und Geld, Wohnort ,Mobilität und Flexibilität…alles Punkte die berücksichtigt werden müssen.
Um sich klar zu werden, wie es weitergeht, kann er ja nun in Bunduki’s Jungjägerpaket linsen:
Darin enthalten:
Planung - Lernen – Ausrüstung
PLANUNG
Ohne Plan geht nix im Leben… oder alles…aber eben daneben.
Zunächts sollte mal ein Budget fürs neue Jägerleben mir der Flinte erstellt werden.
Kosten für Waffe, jährliche Übungsmunition,Jagdmunition,Bekleidung und Zubehör.
Aber auch Fahrtskosten zu Ständen und Jagden, Übernachtungen,Versicherungen,evtl Arbeitsvertretungen, Flug und Transportkosten,Waffenschrank und waffenrechtliche Genehmigungen…
All das summiert sich zu einer abenteuerlichen Summe.
Doch keine Sorge.
Dieser Betrag wird so nie fällig ,denn er wird immer überschritten werden.
Und nun das ernste Wort:
Kein käufliches Gerät ersetzt das Empfinden und das Erleben.Es ermöglichts es lediglich.
Jagd ist Erleben, Freude, gespannt sein, Verwunderung und immer wieder Überraschung…
…mit dem dicksten Geländewagen und der teuersten Flintensammlung kann das alles nicht erreicht werden.
Wenn das Budget einem Angstschweiß auf die Stirn treibt,wenn Ehe oder Familie darunter leiden sollen, dass Papi jagern geht,…dann lieber Jungjäger:
Schieb’ die ganze Sache auf, bis genügend Kohle bereit liegt,denn Familie und Leben sind immer wichtiger, als ein Hobby.
Aber sehen wir weiter mit der Planung und gehen wir vom gefüllten Säckel aus:
Nun kommt die Information drann:
WAS kann ich schießen?
Trap, Skeet, Parcours, Sporting, jagdlich, olympisch, ZZ, DTL oder Annie Oakley??
um erst mal zu wissen worum es sich dabei handelt,such man Kontakt zu der Verbänden und studiere deren Regelwerk:
Vielleicht hilfreich die Links vom Flintenblog: hier und hier und der Flintenblog generell,da hier nicht nur von einer Art des Flintenschießens berichtet wird.
Sobald das Interesse am WAS geklärt ist, kommt die Frage:
WO kann ich schießen und üben?
Welche Stände befinden sich in meiner Nähe und was wird dort geschossen?
und weiter gehts:
Wo finde ich Büchsenmacher, die auch was von Flinten verstehen?
Wo richtige Flintenspezialisten und Schäfter?
Wer führt auch Flintenzubehör und wer auch andere Hersteller, als die “notorious” drei?
Adressen der jagdlichen Stände gibt’s im Internet und bei den Jagdverbänden.
Ansonsten gibt’s eine subjektive Standliste mit der Lage größerer Anlagen im Internet unter
Deutschland
Vergesse man nicht unsere Nachbarn, wenn man in Grenznähe lebt, arbeitet , dort öfters zu tun hat oder seine Ferien dort verbringt:
Österreich
Man suche sich einen Heimatstand aus ,der möglichst viele Arten von Taubenpräsentationen bietet…
…mit netten Leuten jeden Alters, ohne gesellschaftlichen Dünkel, die sich freuen, mit gleichgesinnten, fröhlich einem Freizeitvergnügen nachzugehen.
Religiös-venatorische Verklärtheit beim Abkippen der Flinte und das bewusst genossene humorlose Leiden ,weil “Passion” des großgoldenen Lönschen und Frevertschen Waidmannsnostalgie-ordens, ist heut nicht mehr für jeden so lustig ,wie es mal lächerlich war.
Auch über OTTO Waalkes kann man heute eigentlich nicht mehr wirklich lachen…
Aktienkurse,der letzte Börsen-Crash und die allgemein schlechte Lage im Immobiliengewerbe oder der Goldbranche, müssen nicht auf einem Schießstand diskutiert werden.
Auch die tweedigen,british angehauchten,mit DF und Monokel von Opa von Zitzewitz,steigern den Lustgewinn auf Ständen nicht…
Genauso wenig die Trampelrabauken von der Treckerfraktion in der Strich/Keinstrich Uniform,die vergnügt erzählen,wie sie am letzten Wochenende ihrem Dackel oder einem anderen armen dunklen Hund,die Seele nach Gutsherrenart rausprügelten…
Man suche sich was passendes…für Leib ,Seele,Geldbeutel und Nervenkostüm. !
Dort sollte man auch mal ohne Gruppe schießen können,sogar immer wieder die gleiche Taube,bis sie klappt.
Das Personal sollte hilfsbereit und unaufdringlich sein. Ein wenig Restauration mit lächelnder Bedienung könnt’ nicht schaden.
Infektiöses Ambiente in Nasszellen und im Speisebereich sollte sich auch in männlich rustikaler Umgebung nicht mehr durchsetzen können.
Ja lieber Freund,solch ein Shangrila will sorgfälig gesucht werden…manche findens nie…und um die Ecke liegts garantiert nicht.
Dies alles mal genau durchforscht, vielleicht gleich ins Navi eingegeben und man kann an den ersten Wochenenden mal die Stände abfahren, die in Frage kommen und sehen, was sie zu bieten haben.
Sich an einen Verein oder Verband zu binden, ist (leider) erstmal nicht zu empfehlen.
Erst nach einigen Monaten zeigt das Vereinsleben (und manche Mitglieder) ihr wahres Gesicht und dann sollte man sich auch ohne Problem, wieder verabschieden können.
Dazu kommt das z.B, VERBÄNDE wie der SCCA in Österreich mit seinem mustergültigen Jugend und Eventprogramm, kein Pendant in DE hat und somit die Frage nach einem unterstützendem Verband m.E. bei uns akademisch ist .
Dies gilt nicht für einzelne VEREINE und Hegeringe in DE , die oftmals großartige Arbeit für neue Mitglieder leisten. Doch auch hier gilt :“Prüfe, wer sich binden mag“
Da nun Stände und Vereine abgespeichert sind, geht die Planung weiter mit der Suche nach fachlicher Hilfe.
Flintenschießen ist kein Sport der Autodidakten. Wäre er dies, müssten die meisten Ausländer eine natürliche Begabung dafür haben ,welche uns Deutschen abgeht.
Flintenschießen zu lernen, braucht wie Autofahren, Golf oder Tennis einen professionellen Lehrer, der Lernabschnitte, Anleitung und Wege der Selbstkontrolle weist.
Nun gerieren sich Puller, Frevert und Löns-zitierende WKII Überlebende, Maulhelden und Schwarzarbeitende Lebenskünstler gerne als Schießlehrer.
Zwar wird ohne jegliche Ausrüstung wie Musterwaffen,Gelenkgewehre,Laser,Anschauungsmaterialien und schriftlichem Lehrmaterial gearbeitet…
…aber immer mit einen tollen geheimen Tip, wo man gaaanz günstig an das einzig wahre Schießgerät kommt…
…meist nicht weit weg.
…ein wengerl Bakshisch ,ein wenig hankypanky, a bisserl Schmäh…willkommen in Puller-Fredies Flintenbasar!
Leider fehlen auch fachliche Voraussetzungen wie Didaktik, Einfühlungsvermögen und vor allem Ausbildung.
Auch das Diplom einer ausländischen Vereinigung sagt wenig über die Erfahrung und Kompetenz des Lehrer aus, da es gerade bei diesen Diplomen gewaltige Unterschied gibt, wie sie erreicht werden. Zwischen mehrwöchigen Seminaren, langfristigem Hospitieren bei internationalen Schießschulen großer Firmen und Tageskursen auf WBK-Sachkundeniveau liegen Welten !
Und ob ein lehrender, früher die 28.Spartakiade in Sevastopol gewonnen hat oder mehrfacher Kreismeister im Flintenwinken in Püsteritz-Schwürbel war, ob er mehr Flinten als sonst einer im Verein hat, oder jeden Katalog auswendig nachschnattern kann…all das sagt nichts aus, ob er einem anderen Menschen Wissen und Fähigkeiten vermitteln kann.
Also eruiere man , was der Lehrer so von sich gibt.
Was hat er veröffentlicht, nur Werbung oder neutrales Fachwissen ?
… wie hört er sich am Telefon an ?
Humor…toternst…sachlich…verständlich…?
Stimmt die persönliche Chemie?!!!
Sagen Sie klar, was ihr Lernziel ist und besprechen Sie auch einen realistischen Zeitplan.
Schnell hat noch niemand das Flintenschießen erlernt!
Man spricht nicht von Ungefähr von “Lern-Schritten” !
Selbstbewußte Schießlehrer kennen ihre Grenzen und schicken oftmals Schüler zu befreundeten Kollegen, die Spezialkenntnisse haben, wenn diese für den Schüler von Nutzen sein können.
Professionelle Lehrer machen keine Dumpingpreise,stellen ordentliche Rechnungen aus, lassen sich nicht vor den getarnten Verkaufskarren spannen und auch nicht mit sich feilschen.
Was will unser Jungjäger weiter erreichen?
Er will praktisches Können, mit theoretischem Wissen ergänzen und vice versa.
Dazu ist es notwendig, den zweiten Teil des Paketes aufzumachen.
LERNEN
Je früher man sich mit den theoretischen Kenntnissen rund um Waffe und Jagd beschäftigt ,um so eher wird einem klar, was es noch zu erfahren und zu erleben gibt.
Also Bücher, Internet und Antiquariate, Waffengeschäfte und Museen durchforstet !
Zu aller erst stehen die gesetzlichen Vorschriften.
Was darf ich und was nicht ?
Ob Waffenrecht , Stahlschrotverordnung oder Unfallverhütungsvorschriften…
Ob wir es mögen oder nicht :all diese Vorschriften sind zwingend,sie nur marginal zu kennen ,kann im Disaster enden.
Nicht nur, aber auch, um teilweise vertrackte Gesetze zu verstehen ,bedarf es Grundwissen um Waffentechnik, Ballistik und Jagdmethoden.
Leider gibt es zuwenig deutschsprachige Literatur übers Flintenschießen und auch die sogn. Fachzeitschriften kümmern sich um diesen Jagd- und Sportart schändlich wenig.
Deswegen : ein gutes Wörtebuch gekauft und abgetaucht ins Meer der englisch sprachigen Fachliteratur. Gute Bücher findet man auf Bundukis Bücherseiten im Flintenblog.
Doch man kann sich auch über Internet-Foren zu Gruppen treffen, die Erfahrungen austauschen.
Wohlgemerkt „IRL“ (in real live), denn die Flinten- Foren taugen zu Diskussionen und Kommunikation m.E. leider nicht mehr.
Zu viele Streithähne und Trolle jeden Alters, haben die, an sich blühende Forumskultur vernichtet.
Dennoch eignen sich diese Foren wenigstens noch dazu, um sich zu regionalen Treffen per PM (privater Nachricht) abzusprechen oder den einen, oder anderen Gleichgesinnten kennen zu lernen.
Als verlässliche Quelle versagen die Internetforen zusehends.
Zu leichtfertig wird Halbwissen gepostet,zu oft schlicht Unsinn geredet…Hauptsache :…man hat auch was dazu gesagt.
Die vagabundierenden Internettrolle brauchens für den Ego-kick…den usern hilfts in nichts weiter…Schade!
Also Foren-Information und besonders ihre Poster(!) hinterfragen und sich die nachprüfbare Quellen nennen lassen !…besonders wenn Fragen in sicherheitsrelevante Bereiche gehen oder gesetzliche Einschränkungen tangieren.
Information über Waffen war generationenlang Sache des örtlichen Büchsenmachers.
Leider verstanden viele dies als Aufforderung, „ihr Herrschaftswissen“ zur Geheimwissenschaft zu verklären.
Heute denken manche Handwerker um und sehen in gut informierten Kunden auch treue Partner, die auch etwas mehr beim Fachmann bezahlen, um seine Kompetenz zu erhalten.
Suchen Sie , lieber Jungjäger, nach guten Flintenmachern!
Scheuen sie keine Wege…der Discounter mit seinem kleiderundmunitiondealenden Jungazubiverkaufsassistenten ist kein Partner des Jägers…er bleibt ,was er ist…Verkaufspersonal mit Lizenz zum rabattieren.
Immer mehr Bümas öffnen Ihre Werkstätte, geben Kurse in Waffenpflege und Renovierung.
Bümas unterhalten sich gerne mit Kunden und geben viel Infos weiter!
ABER man sollte dann auch KUNDE sein und nicht INFO-Schnorrer!
Auch Schießlehrer geben vielfältige theoretische Kurse,ob Stahlschrotproblematik,Waffentechnik,Wettkampforganisation,Selbstschutz oder Kurse für bestimmte Interessengruppen wie Ausbilder oder Reisende in exotische Flintenländer.
All dies sollte man nutzen, um die Wissens-spreu vom Wissens-weizen zu trennen.
Denn das allgemein übliche Geschnatter auf Ständen und Stammtischen ist keine gute Infoquelle. Hier werden seit Generationen abgestandene Halbwahrheiten immer wieder aufgewärmt, um Neulinge zu beeindrucken.
Ob die immer wiederkehrende Schaftanpassung über die Armbeuge, die Flintesprengenden Stahlschrotpatronen, die 20er Damenflinte und die Methode mit der antiken 16er und Randschroten jedes Flugwild auf alle Entfernungen zu treffen….Dummheit und Unwissenheit sind grenzenlos…Leider auch die Hartnäckigkeit, mit der damit auf Neulinge eingeprügelt wird.
Dagegen hilft nur selbst erarbeitetes Wissen!
Denn : wer nichts weiß - muß alles glauben !
AUSRÜSTUNG
Und nun der letzte Teil des Paketes.
Nachdem Planung sicher gestellt hat, wie es flintentechnisch weitergehen kann und das Wissen soweit vervollkommnet ist , dass man sich nicht jeden alten Schießprügel andrehen lassen muss…geht’s zum genüsslichen Waffenkauf:
Nein ,auch hier nenn’ ich keine Marken, sehr wohl aber gebe ich eine Beschreibung einer Flinte, wie sie meiner Erfahrung nach dem oben beschriebenen Standard-Jungjäger beste Dienste und maximalen Wert bietet.
Das ganze in einem kurzen Satz ohne Händler-Schmus:
BDF + 12/76 + Wechselchokes + überbohrter Lauf + verstärkter Beschuß (+ evtl.WE-Lilie) + umschaltbarer Einabzug + Ejektor + Sportingschaft (verstellbar wenn möglich)
Welche Lauflänge, Schaftlänge, ob Zwischenschiene oder Hilfskorn …all dies wurde schon im Flintenblog ausführlich beschrieben und ist :
ganz nach Gusto und Notwendigkeit.
SLF,VDR,Df und alle Kaliber groß und klein… sind schön und fein… doch keine Kombination reicht, der oberen das Wasser in Preiswürdigkeit,Wiederverkaufswert,Universalität,gesellschaftl-jagdl.Akzeptanz,Haptik, Schwungverhalten sportlich und jagdlicher Eignung….ätsch!
Beim Fabrikat sollte immer dem Markenprodukt der Vorzug gegeben werden.
Ersatzteile und Service müssen bei einer Flinte, auch noch nach einer Generation, uneingeschränkt verfügbar sein.
Der Vertrieb von Flinten sollte zum Hersteller seines Produktes stehen und es nicht mit Phantasienamen eindeutschen und „Hubertusnah“ verbrämen.
Billigprodukte aus dem Osten oder der Llevante sind billig , sonst nichts !
Sie nützen Ramschhändlern und manifestieren die Hybris des geizgeilen, aber ansonsten wenig ambitionierten Ballerproletariats, mit plump kopierter Rudimentärtechnik, den Leistungsstand von innovativen Qualitätsprodukten für lau erreichen zu wollen.
Der alte Rat , eine gebrauchte Markenflinte zu erwerben, ist nicht verkehrt, aber heute, aus zwei Gründen, anzuzweifeln.
Erstens ist durch die Stahlschrotvorgabe der Markt an gebrauchten modern beschossenen Flinten klein.
Zweitens ist durch den derzeitigen preislichen Zusammenbruch des Waffenmarktes, der Gebrauchtkauf überflüssig.
Schon für 1100 Euro erhält man derzeit mit Glück und Findigkeit, nagelneue WE beschossene Topflinten, die sonst für mehr als das doppelte gehandelt werden.
Da die Realpreise heute täglich schwanken, eignen sie sich nicht als Anhaltspunkt.
Anders die viel geschmähten UVPs.
Nicht, das diese Schwankungen zu begrüßen wären; eben diese Preise werden sich in Zukunft böse rächen…aber der Markt ist, wie er ist: derzeit ein Schäppchenparadies für neue Flinten.
Somit sind Marken-Flinten im UVP Segment von 1500 bis 2500 als sehr gute Mittelklasse und auch als dauerhafte Lebensflinte zu empfehlen.
Im Bereich von 2500 bis 4000 scheiden sich die Geister.
So werden exzellente Flinten in diesem Bereich gebaut,die alle modernen Anforderungen plus einer Portion Innovation erfüllen;…aber leider auch Waffen die man mit der Bezeichnung “heiße Luft” umschreiben darf.
Blendwerk wie nobles Holz oder gar eine Art Holzverschalung,aufgemotzte Gravuren ohne Inspiration und technischer SchnickSchnack mit “evolutionären” Namen, zeichnen diese Produkte aus.
Zwischen 4K und 6000 darf man sicher sein, die Differenz für optisches Blendwerk ausgeben zu haben.
Dann ab 6000 Euro wird die Luft rein und klar.
Hier zählen keine Gravuren oder Verzierungen.Hier ist modernste Technik im Flintenbau UND traditionelle Handarbeit angesiedelt…keine Fabriken, sondern Manufakturen arbeiten hier an hoch spezialisierten Flinten für ein höchst anspruchvolles Kientel.
Keine aufgeblasenen “bestguns” mit den dekadenten Hogout altbritischer Geldvernichtung, sondern Leistungsboliden der Formel 1 des Flintenschießens.
Nur wenige dürfen sich diesem Club zurechnen…und meist sind es nicht die lautesten
Zur neuen Flinte, teuer oder preiswert, gehören natürlich immer Einweisung und Anpassung durch den Fachmann.
Denn zu jedem Flintenkauf gehört Service !… nicht zwingend ein Rabatt.
Dort, wo beide locken…ist eins davon nicht echt
Was nun als Zubehör dazu gehört:
Waffenkoffer UND eine Softtasche…natürlich mit Schlösschen ![]()
Hochwertige Putzzeug und Pflegemittel auf synthetischer Basis
Pufferpatronen aus Metall
Der beste elektronische Gehörschutz und die beste Schießbrille!
Moderne Schießweste und eine Schießjacke für Nässe und Kälte.
Eine abschließbare Transportbox fürs Auto um Munition zu transportieren.
Ein Shellbag, um Munition und Kleinigkeiten auf dem Stand zu transportieren.
Eine Laserübungspatrone für das Heimtraining !!
…und: immer dabei:
Geduld und Bescheidenheit, um das Schießen zu erlernen.
Respekt vor der Kreatur, um Regeln und Waidgerechtigkeit zu leben
Respekt vor seinen Mitjägern, um Sportsmanship und Fairness zu zeigen.
Freunde mit denen man Freude ,Wissen und Erleben teilen kann.
Spass und Lebenslust an der für viele, schönsten Art zu jagen.
…Und auch ein dickes Fell …um all die, wenigen aber lauten , Ignoranten und Bosnickel der Jagd und des Sports zu überstehen.
Yours truly
ACHTUNG SEHENSWERT:
Nicht vorenthalten möchte ich nachstehende Bilder von Freund Joe vom Lost Target Portal.
Ein wahrer Himmel auf Erden für jeden Wurftaubenschützen.
Orvis Sandona in New York
Auch so kann ein Stand aussehen !
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Nachsatz an die Stammleser:
Den einen , die ob profilaktischer Erbostheit , geronter Überzeugung oder prinzipieller Selbstüberschätzung wieder mal nur halb oder gar nicht gelesen haben , oder jenen, die sich wieder mal “nur so” in putativer Entrüstung ausschütten wollen… sei der alte Spruch einer englischen Königin ins Gedächtnis gerufen und zum listigen Weiterdenken empfohlen:
“there are no women after the glorious 12th of August”
daran hält sich nun auch “yours truly” und verabschiedet sich eine Weile.
Also, heiße Luft sparen….
TIP: der Flintenblog wird von MIR allein finanziert und mit meiner Zeit und Know How erhalten …niemand wird gezwungen zu lesen…niemand muß meine Meinungen teilen…: Konsequenz: wenns nicht konviniert, einfach nicht reinklicken!
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Den anderen ,die seit 2 Jahren dem Flintenblog die Treue halten,aufmunternd schreiben und auch mit Kritik so umgehen ,dass dieser Blog immer noch ,auch ohne Hilfe von Verlagen oder Industrie und trotz nicht unerheblicher Anfeindungeben eben jener, unabhängig existiert, sei herzlich gedankt .
Flintensport und Jagd werden schwieriger werden.
Noch schwieriger als bisher.
Von selbstverliebten Verbänden als lästig abgetan;…nicht mal einer halbwegs vernünftigen Jugendarbeit wert…
… von der Industrie nur noch als Sekundärmarkt akzeptiert,sehen die Zukunftsaussichten des Flintenafficionados und seines Sportes schlecht aus.
Um uns herum in Europa blüht dieser herrliche Sport…und wir schweigen ihn ” ins Grab”?
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Bald sind Wahlen,und wir aufgerufen, denjenigen, die uns als potentielle Totschläger ,Amokläufer und Sicherheitsrisiken in einer bisher einmaligen medialen Hetzkampagne denunzieren, ihre verdiende Quittung oder unser “Vertrauen” (lustig gell?) zu geben.
Es geht ,und das sei wohl bemerkt, nur sekundär ums Waffenrecht.
Primär wurden Bürgerrechte und die Würde und Integrität des rechtschaffenen, unvorbestraften Bürgers verletzt.
Und Bürgerrechte sind immer ein “one issue” vote wert!
Gehen Sie wählen und zeigen Sie, wer die Mitte des Volkes ist.
Wenn schon, denn schon!
Dann doch auch gleich mal den verschlafenen Verbandschefs auf die Füße getreten und bei der Jagdzeitschrft der Wahl gefragt,warum Flintensport und Jagd nicht mal ein paar werbeunabhängige Artikel wert ist…
Was aus unserem Sport wird ,entscheiden wir……………………………..oder ?
Hasta la vista ,…I’m gone, to have a little rest ![]()

Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, mixed bag | 4 Kommentare »
5.8.2009 von Bunduki.
Unverzichtbar beim blumigen Anpreisen eine Flinte oder Büchse ist die Fischhaut.
…sorgfältigst Handgeschnitten von fleißigen Elfen des Handwerks…
…einmalig in Ihrer innovativen Form der Schlangenlinie…
…wertsteigernd als noble Schaftverschneidung…
…sichert eine guten Halt der Waffe…
Ok…where’s the beef ?
Eine Fischhaut ist nichts anderes, als eine Fläche am Schaft, die durch Bearbeitung besonders griffig sein soll.
Soweit die Theorie des Zweckes.
Die Realität ist etwas flexibler…

Die Linien die in das Holz geschnitten oder gepresst werden, dienen heute vorwiegend als Verzierung.
Wenn sie wirklich mehr Griffigkeit geben, sind sie scharf pointiert und weniger eng geschnitten, als eine Fischhaut, die nur auf Optik ausgelegt ist.
Bei der Fischhaut misst man international die geschnittenen Linien auf (z.B.) einem Zoll.
D.H. eine 20er Fischhaut weist 20 Schnittlinien pro 25,4mm auf.
Der Unterschied zwischen der fabrikmäßig geschnittenen 20LPI und einer handgeschnittenen
24LPI fällt manchmal gar nicht auf (ausser auf dem Kontoauszug).
Traditionelle Handwerker schneiden Fischhäute mit Fischhauteisen.
Eine langwierige und sehr kunstvolle Arbeit,bei der natürlich die Feinheit der Arbeit,also die Anzahl der geschnittenen Linien und die Unterbrechungen durch breite Schwunglinien auch als Qualitätsmerkmal dient.
Die Fischhauteisen werden heute abgelöst von elektrischen Schneidern und in der Massenproduktion wird auch gerne in das Holz einfach ein Muster gepresst.
Die neuen Arbeitsmethoden bilden die Basis für allerlei Formen und kunstvolle Linienführungen und seit die Lasertechnologie auch komplexe Figuren zum Bruchteil der Handarbeit möglich macht,ist der Kreativität eigentlich keine Grenze gesetzt.
Merkwürdig, dass den Designern nicht wirklich mal was neues einfällt.
Nichts wirklich neues,denn schon in den 70 und 80ern versahen Remington ,Winchester und andere ihre Schäfte mit gepressten Flechtmustern,scheußlichen ,aber damals modernen Blumenranken und viel Schnickschnack mehr.
Bessere Griffigkeit brachte das damals auch nicht, aber man war sowieso “Flower Power” ,”Afri Cola” und ein bischen Bluna.
Bei uns blühte damals die schottische Fischhaut auf Schäften mit extra großen Romben und gab ,sofern wirklich geschnitten, ein Mehr an Griffigkeit aber nicht gerade den Stil ,den man mit der Jagd auf dem Hochland assoziiert.
Schön ist, was gefällt und wofür man bereit ist ,zu bezahlen.
Doch die Funktion?
Adhäsion(Haftung) ist da von Nöten, wo feuchte Hände die Waffe nicht mehr sicher halten können.
Die maximale Griffigkeit eines Waffenschaftes erreicht man bei Holz wohl am ehesten, durch das Punzieren.
Eine wenig edle,eher brutale, Aufrauung des Holzes, die aber der Hand ein Maximum an Adhäsion bringt, sofern sie grob genug gearbeitet wurde.
Ansonsten dient sie als Hintergrund und Lückenfüller für Verschneidungen .
Wer wirklich eine Griffunterstützung braucht, ist damit sehr gut aufgehoben.
IPSC Schützen und Freunde des Kunststoffschaftes haben sich andere Möglichkeiten ausgedacht,die Grifffläche rutschfest zu machen.
Sie benutzten Skate board tape (rau wie Schmirgelpapier) an Pistolengriffen und an Gewehrschäften werden raue Texturen geklebt oder schlicht Schrumpflacke aufgetragen.
Manche Erfinder glauben sich beim Flintenschaft-Design an den diabolopubsenden politisch korrigierten Schieß-Gehhilfen der LG-schützen orientieren zu müssen, um auch endlich aus der Flinte ein medien-entschuldbares DSB-Sportgerät mendeln zu können.
Da passt natürlich die punzierte Fläche zum evolutionären Gesamtbild.
So manchem fällt dabei eher ein Satz von Schustern und ihren Leisten ein ,als eine Verbindung zu edlen Flinten zu finden.
Extrem-Schützen die Jahr für Jahr nach Cordoba fliegen ,um dort Tausende von Schuß auf Tauben abzugeben, bevorzugen glatte Schäfte und den Einsatz von Handschuhen.
Schon manch einer dieser Jäger flog mit einer nagelneuen Flinte mit handgeschnittener Fischhaut nach Argentinien und liess nach ein paar Tagen einfach die schönen Romben alle abschmirgeln.Die hatten ihm bei den heißen Schießereien nämlich eine Menge Pflaster an den wunden Händen eingebracht.
Aber Jaaaa.
Natürlich sieht das “bewußte Nichts” an einer schönen Flinte erst mal ungewöhnlich aus.
Aber mal zugegeben: die fabrikmäßig eingepresste 08 15 Fischhaut reißt einen auch nicht vom Hocker…oder das „schottische“ Muster der 70er Jahre,oder die gepresste Schuppen aus Anatolien….. brrrrrrr
Kommt dazu, dass viele Fischhäute regelrecht kaputtgepflegt werden, in dem man sie und ihre Spitzen mit Schaftol , Lack und natürlich dem Zahn der Zeit rundbügelt.
Braucht man sie also wirklich?
Ich glaube: eher nein!
Die maximale Griffigkeit an einem Gewehrschaft erreicht man mittels eines dünnen Schieß- oder Golfhandschuhes, der auf glattem Holz absolut verrutschsicheren Halt gibt.
…Ob die Hände eines Jägers heute noch mit, Blut, Schweiß und Öl soweit verschmiert sind ,dass er die Waffe nicht sicher beim Angriff der Kampfwusel halten kann, und dazu nicht mal einen Lappen zum Fingerbawischen dabei hat.
…Ob feinste Fischhaut dem Sportler bei Stressschweiß doch mehr Halt gibt,oder eine punzierte Oberfläche,ein Handtuch oder eine Schießhandschuh nicht bessere Dienste erfüllen…
Sicherheitsdienste die auf Schiffen Dienst tun,schwören auf rauhe Texturen mit denen die Schäfte beschichtet werden.
Zurecht,denn dort ist Feuchtigkeit,Öl und Schmutz all überall…doch wer von uns fährt schon mit der Flinte zur See auf Pirsch nach Piraten?
Wir als “normalos”, wollen einen “hübschen” Schaft an unseren Jagd und Sportflinten.
Dort kommt eine edle Holzmaserung OHNE Fischhaut oft viel besser zum Ausdruck, als mit ein paar lieblos und phantasielos geritzten Fabriklinien, spinösen Laserkrakeleien oder mottenkistigem Eichenlaub.
Wenn Sie also gerade dabei sind, sich einen Maßschaft fertigen zu lassen, oder einen alten Schaft aufarbeiten, überlegen Sie mal, ob das Ganze nicht besser OHNE aussehen würde oder holen Sie sich ein paar Inspirationen bei Künstlern,die Fischhaut und Schaftverschneidung auf ihre eigene Weise interpretieren.
Hier zwei Beispiele :
…vor allem lassen die beiden die barocken röhrenden Hirsche,suhlenden Schweine und flatternden Hühner dort wo sie hingehören…in der Natur
und hier noch einer aus seiner eigene Liga
HOFER
Wie immer …nichts ist individueller, als die Flinte in ihrer Einfachheit: Jedem Hirsch sein Geweih,jedem Kind seinen Luftballon !
Geschmack ist was gefällt.
Und für denjenigen dem es minimalistisch mit Optimierung des Holzcharakters gefällt:
Ein gutes Finish ,professionell aufgetragen und feinst poliert, machte schon oft aus einem alten zugesaberten Ölschaft ein kleines Schmuckstück.
Geschrieben in Bundukis Flintenlehre, guns and gear | Keine Kommentare »